1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Frankfurt meine Stadt

Studieren in Frankfurt: Alles über die Hochschulen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: George Grodensky

Kommentare

Der Audimax.
Das Audimax der Goethe-Universität in Frankfurt. © christoph boeckheler*

Die Goethe-Universität ist die viertgrößten Uni in Deutschland, die Frankfurt University of Applied Sciences steht für Praxisorientierung und interdisziplinäre Forschung. Wissenswertes rund um Frankfurts Hochschulen.

Rund 70.000 Menschen studieren in Frankfurt an einer der mehr als 20 Hochschulen. Die meisten , etwa 45.000, sind an der Goethe-Universität eingeschrieben. Das macht sie zur viertgrößten Uni in Deutschland. Mit gut 200 Studiengängen bietet sie die volle Bandbreite an geistes- und naturwissenschaftlichen Disziplinen plus Medizin. Besonders praxisorientiert studiert man an der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS). Etwa 15 000 Menschen sind dort eingeschrieben.

Die Goethe-Uni heißt übrigens erst seit 1932 nach dem Frankfurter Dichterfürsten. Da wurde sie zum 100. Todestag des Universalgenies umbenannt. 1914 gründen Bürgerinnen und Bürger ihre Hochschule einfach als Königliche Universität zu Frankfurt. Die ist ein Unikat, eine Stiftungsuni, gilt zu der Zeit neben Berlin als eine der finanziell am besten ausgestatteten Unis Deutschlands.

Nach Verlust des Stiftungsvermögens im Ersten Weltkrieg springt der Staat als Finanzier ein. Seit 2008 ist die Goethe-Uni aber wieder Stiftungsuni. Zwar noch staatlich finanziert, aber mit mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Stifterinnen und Stifter, für die größtmögliche Autonomie und Freiheit von Forschung und Lehre. Befürchtungen, damit könnten Interessengruppen aus der Wirtschaft mehr Einfluss ausüben, setzt die Uni einen Kodex entgegen, der das einschränkt.

Goethes Kopf ziert das Hochschullogo erst seit den 1970er Jahren. Entwickelt hat die sogenannte Wort-Bild-Marke die Designlegende Arnold Frutiger.

Auch die Frankfurt University hat sich umbenannt. 1971 gründete das Land Hessen sie aus verschiedenen Vorgängerinstitutionen als staatliche Fachhochschule. Im Jahr 2014 wird sie zur Frankfurt University of Applied Sciences. Das soll die Internationalisierung betonen. Aber auch klarmachen, dass mit den Bologna-Reformen eine Aufwertung der berufsfeldorientierten Bachelor- und Masterabschlüsse einhergeht, dafür steht die Frankfurt University: Praxisorientierung, angewandte und interdisziplinäre Forschung und Weiterbildung.

Vorlesungsbeginn an den Frankfurter Hochschulen ist am Montag, 17. Oktober. In der aktuellen Woche laufen vor allem die Einführungsveranstaltungen. An den einzelnen Fachbereichen, aber auch zentral.

Die Erstsemester-Messe Unistart der Goethe-Uni ist am Donnerstag, 13. Oktober, ab 12 Uhr, im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend. Es gibt viel Infos, Führungen und eine abendliche Party. www.unistart.uni-frankfurt.de

Die Frankfurt UAS informiert Ersties über Bachelorstudiengänge am 13., 14. und 17. Oktober. Info für die dualen Studiengänge im Fachbereich Wirtschaft & Recht sind am 17. und 18. Oktober.

Beim leidigen Thema Wohnen hilft das Frankfurter Studierendenwerk weiter. Wohnheimplätze sind zwar knapp, es gibt sie aber. Zum 1. Oktober verfügte das Studierendenwerk über 3518 Plätze. Die Suche auf dem freien Markt ist zäh und entmutigend. Eine Studie des Moses Mendelssohn Instituts listet den Preis für ein WG-Zimmer 2022 bei durchschnittlich 550 Euro. Teurer ist nur München mit 680 Euro. Aber das war im Februar.

Überhaupt ist das Studierendenwerk Frankfurt ein wichtiger Ansprechpartner. So bietet die psychosoziale Beratungsstelle im Haus den Studierenden zweimal in der Woche die Möglichkeit, eine offene Sprechstunde aufzusuchen. Ohne vorherige Anmeldung, so dass Studierende auch kurzfristig ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen können – in Präsenz, aber auch telefonisch oder per Videochat. Hinzu kommen die in jedem Semester stattfindenden Gruppenangebote.

Auch bei finanziellen Schwierigkeiten können sich die Studierenden an die Sozial- und Finanzierungsberatung wenden. Eine Jobbörse ist dort ebenfalls hinterlegt. Mehr Info unter: www.fwffm.de

Neben den beiden großen Hochschulen bietet Frankfurt noch eine Reihe von spezialisierten Institutionen oder privaten Hochschulen, etwa die Frankfurt School of Finance & Management, die Staatliche Hochschule für Bildende Künste, die Hochschule für Musik und Darstellende Künste. die Provadis Hochschule oder die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen. sky

Internetadressen:
www.uni-frankfurt.de
www.uni-frankfurt.de/hochschulsport
www.frankfurt-university.de
www.frankfurt-school-de
www.sankt-georgen.de
www.hfdmk-frankfurt.de
www.staedelschule.de
www.provadis-hochschule.de

Mehr zum Studieren in Frankfurt und zu den Frankfurter Hochschulen finden Sie hier.

Auch interessant

Kommentare