Mietspiegel Frankfurt

Frankfurt: Mehr Spielraum für Mieterhöhungen

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Der neue Mietspiegel für Frankfurt tritt am 1. Juni in Kraft. Die Nettokaltmiete ist im Schnitt auf 9,69 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Der Magistrat hat einen neuen Mietspiegel beschlossen, der am 1. Juni in Kraft tritt. Das Zahlenwerk, das als amtliche Auskunft über das allgemeine Mietpreisgefüge in Frankfurt gilt, hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Vermieter dürfen die Miete für eine Wohnung jeweils höchstens bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete anheben. Seit die Mietpreisbremse gilt, dürfen die Mieten, die ein Eigentümer nach Mieterwechsel verlangt, zudem höchstens zehn Prozent über dem Vergleichswert liegen.

Diese Nettokaltmiete liegt im städtischen Durchschnitt nun bei 9,69 Euro pro Quadratmeter, im noch geltenden Mietspiegel von 2018 lag sie bei 9,36 pro Quadratmeter. Im Schnitt sind die Nettomieten um etwa 3,5 Prozent gestiegen. Die ortsübliche Vergleichsmiete muss für jede einzelne Wohnung anhand ihrer Merkmale mit Hilfe des Mietspiegels ermittelt werden.

Bei dem neuen Mietspiegel handelt es sich nur um eine Fortschreibung der bisherigen Tabellen. Die neuen Werte spiegeln laut Stadt die Entwicklung der Lebenshaltungskosten wider.

Die Linke im Römer befürchtet, dass gerade große private Wohnungsunternehmen den neuen Mietspiegel zum Anlass nehmen werden, um die Mieten zu erhöhen. Sie fordert erneut einen Mietendeckel für Frankfurt.

Der Mietspiegel kann Ende Mai beim Frankfurter Amt für Wohnungswesen für eine Schutzgebühr von drei Euro erworben werden. Er soll bald auf der Internetseite des Amts zur Verfügung stehen.

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