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Frankfurt: Mehr Sozialwohnungen bei der ABG

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Von: Christoph Manus

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In Frankfurt sollen fünf Jahre lang jeweils 350 ungebundene Mietwohnungen im Jahr der ABG zu Sozialwohnungen werden.
In Frankfurt sollen fünf Jahre lang jeweils 350 ungebundene Mietwohnungen im Jahr der ABG zu Sozialwohnungen werden. © peter-juelich.com

Die Stadt Frankfurt kauft bei der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG 1750 Belegungsrechte für Sozialwohnungen. Sie will erreichen, dass der sehr geschrumpfte Bestand mittelfristig wieder wächst.

Die Stadt Frankfurt wird in den kommenden fünf Jahren jährlich 350 Belegungsrechte für bisher ungebundene Mietwohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding erwerben, die frei werden. Diese Wohnungen soll das städtische Amt für Wohnungswesen künftig Haushalten zur Verfügung stellen können, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben. Dabei zahlt die Stadt der ABG für jede Wohnung die Differenz zwischen der Sozialmiete und der ortsüblichen Vergleichsmiete. Eine entsprechende schriftliche Vereinbarung haben, wie die FR auf Anfrage erfuhr, jetzt der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und ABG-Geschäftsführer Frank Junker getroffen.

Josef spricht von einer guten Nachricht für alle Frankfurterinnen und Frankfurter mit geringen Einkommen. Und weist darauf hin, dass die Stadt zusätzlich weiterhin im Schnitt für etwa 150 Sozialwohnungen der ABG, die aus der Bindung fallen, die Mietpreis- und Belegungsbindungen verlängere. So sichere die Stadt also innerhalb von fünf Jahren 2500 Wohnungen für Sozialwohnungsberechtigte. Damit erfülle die Stadt auch die Forderung des Koalitionsvertrags, für jede vierte frei werdende Wohnung bei der ABG das Belegungsrecht zu sichern. Denn im Schnitt würden im Jahr etwa 2000 Wohnungen des nicht geförderten Bestands bei der Wohnungsgesellschaft frei.

Fast 9000 Haushalte suchen in Frankfurt eine Sozialwohnung

Die Zahl der Sozialwohnungen in Frankfurt ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Ende 2020 hatte das Wohnungsamt nur noch Belegungsrechte für 30 477 Wohnungen. Die Folge: Das Amt für Wohnungswesen konnte im Jahr 2020 gerade einmal 1325 Haushalten eine Sozialwohnung vermitteln. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnungen des ersten Förderwegs sehr hoch. Ende des Jahres 2020 standen 8973 Haushalte mit zusammen 22 832 Menschen auf der Warteliste des Wohnungsamts.

Die Stadt versucht seit einigen Jahren, diesen Trend umzukehren. Josefs Sprecher Mark Gellert nennt im Gespräch mit der FR das Ziel, den Sozialwohnungsbestand mittelfristig zu erhöhen. Dazu hat die Stadt etwa schon bisher in großem Stil Belegungsrechte erworben und die ABG verpflichtet, zu 40 Prozent geförderten Wohnungsbau zu betreiben. In neuen Baugebieten muss zu mindestens 30 Prozent geförderter Wohnraum entstehen. Gerade diese Quoten für Neubau haben aber bisher kaum Wirkung gezeigt. 2019 entstanden gerade einmal 42 Sozialwohnungen, im Jahr 2020 waren es 41. Ständig aber fallen Sozialwohnungsbestände aus der Bindung.

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