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Plastikflaschen, Kaffeebecher, Fastfood-Verpackungsmüll: Die Papierkörbe quellen über.

Sauberkeit

Mehr Müll durch Corona

  • Helen Schindler
    vonHelen Schindler
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In Frankfurt sammelt sich während der Corona-Pandemie viel Abfall an den zentralen Plätzen. Auch der Sperrmüll nimmt zu.

Öffentliche Abfalleimer, die vor Müll nur so überquellen: unschöne Bilder, die die Stadt insbesondere in den vergangenen Sommermonaten geprägt haben. Grund dafür ist nicht zuletzt der gestiegene Konsum an To-go-Produkten, wie Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) kürzlich zum Auftakt der Woche der Abfallvermeidung klarstellte.

Das gestiegene Müllaufkommen belegen nun Zahlen der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES). „Aus den öffentlichen Papierkörben und mit dem sogenannten Kehricht haben wir an Plätzen und beliebten Treffpunkten bis zu 100 Prozent mehr Verpackungsabfälle, Flaschen, Papier, Mundschutz et cetera eingesammelt“, sagt Stefan Röttele von der FES. „Wir mussten Touren umplanen, abendliche Reinigungen machen, zusätzliche Wochenenddienste einrichten.“ Müll-Hotspots waren unter anderem der Opernplatz und weitere Plätze, Parks und Grünanlagen, auf denen sich Menschen zum Feiern trafen.

In Bezug auf die Gesamtstadt und gewichtsmäßig sei der Effekt hingegen kaum nachweisbar. Es habe nur circa zwei Prozent mehr Papierkorbabfälle als 2019 gegeben. „Das liegt vermutlich zum einen daran, dass Verpackungen kaum etwas wiegen und das Volumen nicht gemessen wird“, sagt Röttele. Auch dass manche Flächen, insbesondere in den Wohngebieten, weniger genutzt wurden als zu normalen Zeiten, spiele eine Rolle. „Das hat den Hotspot-Effekt zum Teil ausgeglichen.“

Eine deutliche Zunahme habe es hingegen in Sachen Sperrmüll gegeben: „Zwischen März und Oktober haben die Frankfurter:innen 15 Prozent mehr angemeldeten Sperrmüll rausgestellt oder über die Wertstoffhöfe entsorgt als im gleichen Zeitraum 2019“, berichtet Röttele. Dass die Zunahme signifikant ist, zeige der Vergleich mit dem Fünfjahresschnitt: In den Jahren 2015 bis 2019 wurden demnach in den fraglichen Monaten im Schnitt 16 Prozent weniger Sperrmüll entsorgt.

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