Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

So soll das Ensemble „Stadtwaldblick“ im Lyoner Quartier in Frankfurt einmal aussehen.
+
So soll das Ensemble „Stadtwaldblick“ im Lyoner Quartier in Frankfurt einmal aussehen.

Wohnungsbau

Frankfurt: Mehr Leben im Lyoner Quartier

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

In Frankfurt reißt der Bauboom in der früheren Bürostadt Niederrad nicht ab. Davon zeugt auch das Richtfest für ein neues Projekt der Nassauischen Heimstätte mit 203 Wohnungen.

Die Verwandlung der einstigen Bürostadt Niederrad in ein gemischtes Viertel kommt weiter voran. Die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW) hat am Mittwoch an der Hahnstraße Richtfest für ein bis zu achtgeschossiges Ensemble mit 203 Wohnungen gefeiert, in das sie 69 Millionen Euro investiert. Die 46 bis 128 Quadratmeter großen Einheiten sollen im Frühjahr 2023 bezogen werden.

NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer sprach beim Richtfest auf dem früheren Areal eines Rechenzentrums von Mieten „für jeden Geldbeutel“. Die freifinanzierten Wohnungen sollen 13 Euro pro Quadratmeter kosten, und 61 Sozialwohnungen mit Mieten ab fünf Euro pro Quadratmeter entstehen.

OB Peter Feldmann erinnert daran, wie tot die Bürostadt Niederrad früher war

Fast alle Wohnungen im Ensemble nahe der S-Bahn-Station, das nach Plänen des Wiesbadener Büros Bitsch + Bienstein entsteht, sollen Loggien oder Balkons haben. Geheizt wird per Fernwärme. Die Dachflächen und der Innenhof sollen begrünt werden. 133 Autoparkplätze werden bereitgestellt, unter anderem in einer Tiefgarage, 504 Stellplätze für Fahrräder sind geplant.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erinnerte auf der Baustelle daran, wie tot die Bürostadt vor allem abends war. Nun entstünden neue Nachbarschaften, entwickele sich nach und nach ein Quartier, in dem es sich gut leben lasse. Staatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne) bezeichnete die Umwandlung bisher anders genutzter Flächen als eines der wichtigen Mittel, um den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.

Etwa 5000 Menschen leben jetzt im Lyoner Quartier - und es wird weiter kräftig gebaut

Seit 2014 sind nach Zahlen der Standortinitiative Neues Niederrad (Sinn) 2345 Wohnungen im inzwischen Lyoner Quartier genannten Viertel entstanden. Rund 5000 Menschen leben bereits, wo noch vor wenigen Jahren nur gearbeitet wurde.

Und weiterhin wird kräftig gebaut: 1683 Wohnungen befinden sich nach Zahlen von Sinn im Bau, mehrere Tausend Wohnungen sind geplant. Die Nassauische Heimstätte etwa will auf dem bisherigen Siemens-Grundstück mehr als 500 Wohnungen errichten. Schon in wenigen Jahren könnten nach Schätzung der Initiative 12 000 Menschen im Viertel leben. Supermärkte sind entstanden, Lokale, Fitnessangebote und Kitas. Es gibt Sportvereine, der Wald ist nah.

Eine Grundschule gibt es im Lyoner Quartier immer noch nicht

Noch immer fehlt, wie David Roitman, Vorsitzender der Initiative und Geschäftsführer der Argaman-Projektentwicklung beklagt, aber eine Grundschule. Das einst autogerecht geplante Viertel brauche zudem gestaltete Grünflächen, eine bessere Beschilderung und eine neue Aufteilung des Straßenraums, um Fußgänger:innen und Radfahrer:innen gleichermaßen zu berücksichtigen.

Obwohl etwa Nestlé angekündigt hat, das Quartier zu verlassen und an den Baseler Platz zu ziehen, zeigt sich Roitman auf Anfrage der FR zuversichtlich, dass die Zahl der Arbeitsplätze im Viertel auch künftig zwischen 20 000 und 25 000 liege. Der Büroleerstand sei niedrig, neue Unternehmen zögen zu und neue Bürogebäude seien geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare