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Die begrünte Straßenbahn-Haltestelle Börneplatz/Stoltzestraße in Frankfurt.
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Die begrünte Straßenbahn-Haltestelle Börneplatz/Stoltzestraße in Frankfurt.

Mobilität

Frankfurt: Mehr grüne Dächer an Haltestellen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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D ie VGF setzt Begrünung ihrer Haltestellen fort - in dem Tempo dauerte es bis 2060, bis alle begrünt wären.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) setzt die Begrünung von Haltestellen fort. Im Februar hatte die Straßenbahnhaltestelle Börneplatz/Stoltzestraße als erste Haltestelle in der Stadt eine Dachbegrünung erhalten.

Nun folgen die Straßenbahnhaltestellen Louisa Bahnhof im Juni, die Straßenbahnhaltestelle Neu-Isenburg Stadtgrenze im Juli und die Straßenbahnhaltestelle Hugo-Junkers-Straße im Juli/August. Die Haltestelle der U-Bahn-Station Kalbach soll im August begrünt werden, teilte ein VGF-Sprecher mit. Kundinnen und Kunden hätten sich erfreut über die begrünte Haltestelle am Börneplatz geäußert. „Die ist richtig toll geworden!“, schrieb demnach ein Mensch auf Instagram.

Die VGF betreut 84 U-Bahn-Haltestellen, davon 57 oberirdisch, und 139 Straßenbahnhaltestellen. Wenn sie pro Jahr fünf oberirdische Haltestellendächer begrünt, braucht sie 39 Jahre, um alle Haltestellen mit Dachgrün auszustatten. Also bis ins Jahr 2060.

Ein Ausrüstung aller Haltestellen mit Dachgrün sei aber gar nicht geplant, so der VGF-Sprecher. „Die dort stehenden Hallen sind statisch nicht alle geeignet, eine je nach Hersteller pro Quadratmeter zwischen 60 und 90 Kilogramm schwere Dachbegrünung zu tragen“, sagte er.

700 Bushaltestellen im Netz

Unterdessen hat sich die geplante Koalition den Klimaschutz zum zentralen Thema erkoren, und die VGF soll daran mitwirken. Die Koalition plant, den Dienstleistungsauftrag der Verkehrsgesellschaft so auszuweiten, „dass Investitionen zur Nutzung innovativer und nachhaltiger Technologien getätigt und Modellprojekte durchgeführt werden können“, heißt es im Koalitionsvertrag.

„Die Dächer der Straßenbahn- und Bushaltestellen im Frankfurter Stadtgebiet erhalten eine Dachbegrünung mit winterharten, robusten Gewächsen“, heißt es weiter. Dies sei ein „Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes, zur Beschattung der wartenden Fahrgäste und zum Artenschutz“. Die Aufgabe wird groß. Zu den Straßenbahnhaltestellen der VGF kommen weitere rund 700 Bushaltestellen hinzu, welche die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq betreut.

Sie hat angekündigt, bis Ende 2024 etwa 200 davon barrierefrei umzubauen. Eine Dachbepflanzung ist bislang nicht Teil des Programms. Auch die Dachbegrünung der Straßenbahnhaltestellen in diesem Jahr erfolgt in Rahmen der barrierefreien Umgestaltung.

Anzeigetafeln für Stationen

Neben der Dachbegrünung hat sich die geplante Koalition vorgenommen, alle Haltestellen der Straßenbahnen, der acht Metrobuslinien und die oberirdischen Zugänge zu den unterirdischen Stationen mit Anzeigetafeln auszustatten. Sie sollen auch über Störungen informieren. Vorbild ist die Station Börneplatz/Stoltzestraße.

Dort wurden die Haltestellendächer mit sogenannten extensiven Sedumpflanzen bepflanzt. Sie gelten als pflegeleicht und insektenfreundlich. Weitere Vorteile: Sie filtern laut VGF Feinstaub aus der Luft und kühlen die Luft bei Hitze ab. An der Rückwand sei zusätzlich eine Begrünung aus Moos und Pflanzen wie Sonnenhut, Taglilie, Astern, Purpurglöckchen und Süßgräsern gepflanzt worden.

Die Dachbegrünung an der Station Börneplatz soll dauerhaft bleiben, so die VGF. Die Vertikalbegrünung werde zunächst ein Jahr getestet. Für die Haltestellen, die in diesem Jahr begrünt werden, sei keine Vertikalbegrünung vorgesehen.

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