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Im Dommuseum ist zurzeit die textile Weltkarte der Künstlerin Julia Krause-Harder zu sehen.
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Im Dommuseum ist zurzeit die textile Weltkarte der Künstlerin Julia Krause-Harder zu sehen.

Frankfurt

Frankfurt: Mehr Geld für das Dommuseum

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Die Einrichtung erhält rund 85 000 Euro zusätzlich von der Stadt und kann so weiter Sonderausstelungen zeigen.

Um den Bestand des Dommuseums langfristig zu sichern, wird die Stadt Frankfurt die seit 1987 im historischen Kreuzgang des Kaiserdoms befindliche Sammlung mit mehr Geld unterstützen. „Das ist eine großartige Nachricht. Wir können jetzt die geplanten Sonderausstellungen in angemessener Form durchführen“, kommentierte Museumsdirektorin Bettina Schmitt gestern die gute Nachricht.

Der Magistrat reagiert mit seinem Beschluss auf die steigenden Kosten des Dommuseums, das neben der Ausstellungsfläche im historischen Kreuzgang des Doms seit 2007 auch einen zweiten Ausstellungsraum im benachbarten Haus am Dom unterhält. „Die Beträge waren lange Zeit festgefroren. Sie entsprachen nicht mehr den tatsächlichen Kosten“, erläuterte die Kunsthistorikerin, die seit 2015 die Sammlung leitet.

Besondere Angebote

Das Dommuseum, das von dem Bistum Limburg, der Stadt sowie der Domkirchengemeinde St. Bartholomäus gemeinsam getragen wird, erhält aus dem Stadtsäckel einmalig rund 91 000 Euro. Das entspreche der Hälfte der Fehlbeträge der Jahre 2019 und 2020, wie die Stadt mitteilte. Hinzu kämen 85 500 Euro für das laufende Jahr. Um dem Museum auch künftig „eine auskömmliche Finanzierung zu sichern“, so die Stadt weiter, werde der Zuschuss für das kommende Jahr ebenfalls um 85 500 Euro auf dann 200 000 Euro steigen. In den vergangenen Jahren sei im städtischen Etat lediglich eine Förderung in Höhe von 114 500 Euro vorgesehen gewesen.

„Ich freue mich, dass wir zusammen mit dem Bistum eine Lösung gefunden haben, wie dieses bedeutende Museum für sakrale Kunst trotz steigender Kosten und eines angespannten städtischen Haushalts auch in den kommenden finanziert werden kann“, sagte Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne). Nach einem 1987 geschlossenen Vertrag müssen die Stadt und das Bistum zu gleichen Teilen für die laufenden Kosten des Museums, insbesondere die Personal- und die Sachkosten, aufkommen.

Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zeigte sich erfreut über den Beschluss. Das Dommuseum habe sich, so der OB in seiner Stellungnahme, der anspruchsvollen Aufgabe verschrieben, die wechselvolle Geschichte des Doms, etwa seine Bedeutung im 19. Jahrhundert als Symbol nationaler Einheit, zu beleuchten. „Als Stadt sehen wir uns deshalb in der Pflicht, für die langfristige Sicherung des Museums gemeinsam mit dem Bistum Verantwortung zu übernehmen.“

Museumsdirektorin Schmitt wirbt indes für zwei Veranstaltungen, die Sonntagsgespräche, die am kommenden Sonntag (24.) und am Sonntag, 31. Oktober, jeweils von 16 Uhr an zu der Sonderausstellung „La Création du Monde no.2“ (Die Erschaffung der Welt) angeboten werden. Die Künstlerin Julia Krause-Harder, die in einem fast drei Jahre andauernden Arbeitsprozess, aus unterschiedlichen Stoffen eine Weltkarte geschaffen hat, wird mit Besucher:innen über ihre Collage sprechen.

dommuseum-frankfurt.de

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