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Wirtschaft in Rhein-Main

Frankfurt: Mehr Frauen in die Unternehmensführung

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Ein Pilotprojekt will hessischen Betrieben bei der Nachfolgeregelung helfen. Und es will mehr Frauen in die Chefposition bringen.

Den Frauenanteil bei Unternehmensnachfolgen in Hessen steigern – dieses Ziel hat sich der Verein Jumpp, der Frauen bei der Existenzgründung hilft, gesetzt. Mit dem Projekt „AUF – mobile Akademie Unternehmensnachfolge für Frauen“ soll diese Zielsetzung nun konkret vorangetrieben werden. Das Qualifizierungsprogramm soll gründungsinteressierten Frauen dabei helfen, die Selbstständigkeit in Form einer Betriebsübernahme anzugehen. Aber auch kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Nachfolge vorbereiten möchten, finden hier Unterstützung.

Projektleiterin Christine Acker sagt, dass die Unternehmensnachfolge eine attraktive Alternative zur Neugründung sei. Es gebe bereits ein bewährtes Geschäftsmodell, Know-how, Kunden und Lieferantenstrukturen. Trotzdem biete die Übernahme ausreichend Spielraum, die eigene Kreativität und neue Ideen auszuprobieren. „Übernahmegründungen durch Frauen stellen eine bedeutende, noch nicht ausgeschöpfte ökonomische Ressource dar“, sagt Acker.

Bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt sprach Birgit Felden, Unternehmerin und Hochschullehrerin, auch die aktuelle Corona-Krise an. „Nachfolge findet trotz und manchmal auch wegen der Pandemie statt“, berichtete sie. Die aktuell schwierigen Zeiten seien für viele Unternehmen die Chance, sich auf den Prüfstand zu stellen. „Ein Weiter-so-wie-bisher ist keine Option.“

Das von Jumpp initiierte Projekt ist modular aufgebaut und wird sich in mehreren kostenfreien Qualifizierungsworkshops den wichtigsten Punkten einer Unternehmensübernahme annähern. Im ersten Workshop am 19. März wird es zunächst um die Unternehmerinnenpersönlichkeit gehen. Geklärt werden Fragen wie: Was brauche ich als Unternehmerin? Was sind meine Ziele? Wie sind Familie und Führungsposition miteinander vereinbar. Alle Termine finden digital statt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Stets sollten dabei Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden, sagt Acker. So würden bei allen Kursen Netzwerkpartnerinnen vor Ort eingebunden. Dabei berichten Frauen, die ein Unternehmen übernommen haben, von ihren Erfahrungen und möglichen Stolperfallen.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Es gibt 340 000 Euro für drei Jahre. Anette Rückert, Referatsleiterin Unternehmensgründung im Bundeswirtschaftsministerium, erinnerte bei der Auftaktveranstaltung des Projekts daran, dass Diversität für die Gesellschaft wichtig sei und Frauen oft eine andere Perspektive als Männer hätten. Weibliche Unternehmerinnen seien ein Gewinn. Der Bedarf sei ebenfalls da. In den nächsten fünf Jahren stünden mehr als 500 000 Unternehmen in Deutschland zum Generationswechsel bereit. „Frauen sehen die Chancen einer Nachfolge aber noch zu wenig“, so Rückert. Das Projekt AUF zeige weibliche Vorbilder, biete Netzwerke und schaffe Selbstvertrauen.

Anmeldungen zu den Workshops unter jumpp.de/leistungen/events. Weitere Informationen gibt es bei Projektleiterin Christine Acker, E-Mail: christine.acker@jumpp.de oder Telefon 069/71 58 95 50.

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