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Fährt elektrisch: Ein Bus der Linie M60 zwischen Rödelheim und Heddernheim.
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Fährt elektrisch: Ein Bus der Linie M60 zwischen Rödelheim und Heddernheim.

Mobilität

Frankfurt: Mehr E-Busse im Einsatz

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der Anteil der Elektrobusse in Frankfurt liegt bei sieben Prozent - Tendenz steigend.

Die Stadt Frankfurt schickt mehr Elektrobusse auf die Straßen. Bis zum Jahresende sollen 29 Busse elektrisch fahren. Das entspricht sieben Prozent der gesamten Busflotte, die aus 406 Fahrzeugen besteht.

Wie Tom Reinhold, der Geschäftsführer der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, mitteilte, werden ab April die Linien 33 und 37 im Gutleutviertel elektrifiziert. Dort kommen elf E-Busse zum Einsatz. Die Hersteller sind Irizar und Caetano.

Schon 2018 wurde die Linie 75 zum Uni-Campus Westend als erste hessische Buslinie auf E-Busse von Solaris umgestellt. Im Dezember vergangenen Jahres kamen 13 E-Busse von Ebusco auf der Linie M60 von Rödelheim nach Heddernheim hinzu.

Bis Ende des Jahres sollen weitere zwölf E-Busse von Ebusco auf der Linie 52 im Gallus folgen. Ab Sommer 2022 soll die Linie M36 zwischen Sachsenhausen und Westbahnhof mit 13 Brennstoffzellenbussen bestückt werden.

Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecken hätten sich schon erfreut gezeigt, dass der Busverkehr leiser werde, sagte Reinhold. Traffiq habe ein Konzept vorbereitet, nach dem bis 2030 das gesamte Busnetz in Frankfurt mit Elektrobussen oder Brennstoffzellenbussen fahren könne. Dazu müsse die Stadt aber die nötigen Mittel freigeben, sagte Reinhold.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sieht auch die Fördermittelgeber aus Berlin und Wiesbaden in der Pflicht. Ohne ihre Hilfe lasse sich der Nahverkehr in Frankfurt nicht klimafreundlich gestalten.

Dankbar nahm Oesterling die Förderung des Bundes für die Elektrobusse entgegen. Der Bund fördert die Mehrkosten für Elektrobusse gegenüber Dieselbussen zu einem Anteil von 80 Prozent und gibt Geld für den Aufbau von Ladeinfrastruktur hinzu.

Florian Pronold, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, überbrachte die Förderung in Höhe von 7,8 Millionen Euro - eine Summe, die er selten für eine einzelne Stadt auszahlen lasse, sagte er. Das Geld fließt in die Linien 37, M60 und 52; die Fördermittel für die Linie 33 kommen vom Land Hessen.

Mit Transdev setzt auf der Linie M60 erstmals ein privates Busunternehmen Elektrobusse in der Stadt ein. Die Elektrobusse auf der Linie M60 werden im Müllheizkraftwerk in der Nordweststadt mit Strom geladen, der bei der Verbrennung von Hausmüll entsteht.

Die Straßenbahnen und U-Bahnen in Frankfurt, die zusammen mit den S-Bahnen rund 85 Prozent der Nahverkehrsleistungen erbringen, fahren noch mehrheitlich mit Kohlestrom aus dem Steinkohlekraftwerk West im Gutleutviertel. Bis 2025, so hat es die Koalition im Römer beschlossen, soll das Kraftwerk auf Gas umgestellt werden.

Eine Perspektive, bis wann der Nahverkehr in Frankfurt komplett mit Ökostrom fahren wird, konnte Oesterling auf Nachfrage nicht präsentieren. Die Stadt halte an dem Ziel fest, die Busflotte bis 2030 zu elektrifizieren oder auf Wasserstoffbetrieb umzustellen, sagte er.

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