Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Autobahndreieck Erlenbruch schließt die A661 künftig an die A66 an.
+
Das Autobahndreieck Erlenbruch schließt die A661 künftig an die A66 an.

A661

Mehr Autos statt Mobilitätswende

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
    schließen

Das „Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn“ wirbt um Spenden, um die Pläne für den Autobahnausbau zu überprüfen. Am Riederwaldtunnel wird das Betriebsgebäude gebaut.

Das „Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn“ (AUA), das sich seit Jahrzehnten gegen den Ausbau der A661 engagiert, will die aktuelle Planänderung rechtlich überprüfen und bittet dafür um Spenden.

In Zeiten, in denen über eine ökologische Verkehrswende diskutiert werde, sei es nicht zu verantworten, in den Ausbau von Autobahnen zu investieren, sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Friedhelm Ardelt-Theeck. Durch den Ausbau werde eine Entlastung auf einigen Frankfurter Straßen versprochen. Diese werde aber durch die Verkehrszunahme auf anderen Straßen zunichte gemacht.

Während jetzt 120 000 Fahrzeuge im Frankfurter Osten unterwegs seien, seien es nach dem Bau des Riederwaldtunnels entlang der A66 bereits 200 000. Diese Fahrzeuge verteilten sich auf die B521, die Wilhelmshöher Straße, die Straße Am Erlenbruch, die Hanauer Landstraße. Auch nehme der Verkehr auf der Friedberger Landstraße, der Saalburgallee, der Hügelstraße zu. „Das ist genau das Gegenteil dessen, was jetzt dringend erforderlich ist“, sagte Ardelt-Theeck. Wer spenden möchte, findet auf der Website molochautobahn.de Informationen.

Der Bund will die A661 zwischen Friedberger Landstraße und Frankfurt-Ost ausbauen. In einem ersten Schritt mit einer Direktrampe von der Friedberger Landstraße nach Süden und Verflechtungsstreifen, welche die vierspurige Autobahn auf weiten Teilen faktisch sechsspurig machen. In einem zweiten Schritt sind durchgehend sechs Fahrspuren geplant. Der sechsspurige Ausbau soll mit einer Einhausung der Autobahn zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße einhergehen, welche ein Teil der Stadtentwicklung für das Ernst-May-Viertel werden soll.

Sechsspuriger Ausbau

Außerdem baut der Bund die A66 im Stadtteil Riederwald auf rund zwei Kilometern sechsspurig aus. Ein Teil davon ist der Riederwaldtunnel, der die Hälfte der Strecke umfasst.

Für den Riederwaldtunnel hat die Landesstraßenbehörde Hessen Mobil, die noch bis Jahresende für den Ausbau zuständig ist, europaweite Ausschreibungen auf den Weg gebracht. Firmen können sich bewerben, das Tunnelbetriebsgebäude zwischen der Flinsch- und der Mergenthalerstraße sowie ein Löschwasserbecken zu bauen. Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot. Die Arbeiten sollen im Sommer beginnen. Sie dauern demnach 20 Monate und kosten rund zwei Millionen Euro.

Für Herbst ist das Vergabeverfahren für die Tunnelröhre und die Tröge im Westen geplant, die bis zum Autobahndreieck Erlenbruch reichen. Gebaut werden soll ein Jahr später, ab Herbst 2022.

Danach sollen die Leistungen für die Tröge im Osten zur Anschlussstelle Borsigallee und eine Grünbrücke für Tiere entlang der A66 ausgeschrieben werden. Die ersten Fahrzeuge sollen den Angaben zufolge 2029 oder 2030 fahren. Bislang war Hessen Mobil von einen Bauende 2029 ausgegangen. Gerechnet wird mit Kosten in Höhe von 477 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare