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Aufbauarbeiten auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt. 

Messe Frankfurt

Frankfurt: Mehr Aussteller bei Messe Ambiente

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4635 Aussteller präsentieren sich bei der Ambiente in Frankfurt. Unklar ist, wie sich das Corona-Virus auf die Messe auswirkt. Vergangenes Jahr kamen 5000 Einkäufer aus China.

Mehr als 4600 Aussteller aus 93 Ländern präsentieren sich vom morgigen Freitag bis Dienstag bei der Konsumgütermesse Ambiente auf dem Frankfurter Messegelände. Das ist ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Messe Frankfurt spüre, dass die ausstellenden Unternehmen stärker auf die Kosten achten, sagte Geschäftsführer Detlef Braun am Mittwoch vor Journalisten. Dennoch sei die Ausstellungsfläche im Vergleich zum Vorjahr sogar gewachsen, auf nun gut 310 000 Quadratmeter. Damit sei die Ambiente mehr als doppelt so groß wie die Automobil-Ausstellung IAA, sagte Braun.

Auch von ihrer ökonomischen Bedeutung für die Messe Frankfurt und die Stadt habe diese eine ganz andere Dimension als die Gastmesse, die der veranstaltende Verband der Automobilindustrie (VdA) künftig in Berlin, München oder Hamburg ausrichten wolle. Zur IAA seien viele Tagesbesucher gekommen. Ambiente-Gäste blieben dagegen im Schnitt 2,4 Tage, sagte er.

Das Unternehmen

Die Messe Frankfurtist der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände.

Das Unternehmen, das zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt, zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört, erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund 733 Millionen Euro.

Die Messehat weltweit mehr als 2600 Beschäftigte an 30 Standorten. 

Wie stark das Coronavirus das Geschehen auf der Ambiente beeinflussen wird, wagte Braun am Mittwoch nicht vorauszusagen. Auch die Stände der 664 chinesischen Aussteller, darunter vier aus Wuhan, die sich für die Ambiente angemeldet haben, seien bezahlt und aufgebaut, sagte der Messe-Geschäftsführer. Die Frage sei aber, wer am Freitag an den Ständen sei. Klar sei, dass keine Firmenvertreter aus Wuhan und Hubei, den von den chinesischen Behörden mit Quarantäne belegten Gebieten, nach Frankfurt reisen können. Viele chinesische Unternehmen hätten aber Niederlassungen in Europa, die diese vertreten könnten, sagte Nicolette Naumann, die bei der Messe den Bereich Ambiente leitet.

Sinken könne die Zahl der Einkäufer aus China auf der Messe. Vergangenes Jahr seien etwa 5000 gekommen, hieß es. Das sei die zweitgrößte ausländische Gruppe unter den gut 136 000 Besuchern gewesen.

Braun betonte, dass nach aktueller Einschätzung der Behörden für Veranstaltungen auf dem Messegelände keine Gefährdung bestehe. Die Messe Frankfurt nehme das Thema Coronavirus sehr ernst. Man stehe in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden, setze deren Empfehlungen und Anweisungen präzise um, sagte der Messe-Geschäftsführer. Er wies zudem auf die „Medical Station“ hin, die der Notaufnahme in einem Krankenhaus ähnelt.

Ambiente-Sprecher Erdmann Kilian sagte, diesmal werde es noch mehr Desinfektionsmittelspender geben als sonst. Zudem würden zum Beispiel Aufzugknöpfe, Treppenhandläufe und Toiletten noch häufiger als sonst gereinigt.

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