Der Turm der Matthäuskirche soll in einen Neubau integriert werden.  
+
Der Turm der Matthäuskirche soll in einen Neubau integriert werden.  

Stadtentwicklung

Frankfurt: Matthäuskirche wird neu gebaut

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Das Areal der Matthäuskirche am früheren Polizeipräsidium wird sich sehr verändern. Die Kirche wird neu errichtet. Auch Wohnungen entstehen.

Das Gelände der Matthäuskirche am früheren Polizeipräsidium wird neu bebaut. Der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach hat jetzt eine rund 2450 Quadratmeter große Teilfläche des Areals an der Ecke Friedrich-Ebert-Anlage/Hohenstaufenstraße an das Immobilienunternehmen Becken verkauft. Die restliche Fläche von rund 650 Quadratmetern, auf der zum überwiegenden Teil die Matthäuskirche steht, bleibt Eigentum des Evangelischen Regionalverbands.

Zentraler Teil der Pläne, die der Regionalverband und der Hamburger Projektentwickler am Freitag bekanntgaben, ist, dass die Matthäuskirche durch einen Kirchenneubau für die evangelische Hoffnungsgemeinde ersetzt wird. Der Kirchturm und denkmalgeschützte Elemente sollen dabei erhalten bleiben und in den Neubau integriert werden.

Dem Plan, eine neue Kirche zu bauen und dafür einen großen Teil des Grundstücks zu verkaufen, hatten die Delegierten von evangelischer Dekanatssynode und Regionalversammlung nach einer längeren Auseinandersetzung zwischen Gemeinde und Regionalverband im September 2018 zugestimmt. „Der Neubau der Matthäuskirche an diesem markanten Standort zwischen Business und sozialem Brennpunkt zeigt die bleibende Bedeutung der Botschaft Jesu von der Liebe Gottes zu allen Menschen“, sagte Pfarrer Achim Knecht, Stadtdekan und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Regionalverbands, am Freitag. Mit Becken habe man einen Partner gefunden, der die Kirche bei der baulichen Realisierung des Vorhabens unterstütze.

Für den Kirchenneubau und den Neubau auf dem Grundstück, das Becken erworben hat, wollen der Projektentwickler und der evangelische Regionalverband nun zunächst einen gemeinsamen Architekturwettbewerb ausloben. Dessen Ergebnisse und das Nutzungskonzept würden mit der Stadt Frankfurt abgestimmt.

Zu den Neubauplänen auf dem erworbenen Areal äußerte sich Becken am Freitag nicht näher. Die Partner teilten lediglich mit, auf Wunsch des Regionalverbands würden zwölf Prozent der Flächen für sozialen Wohnbau oder alternativ auch für soziale Zwecke vorgesehen.

Auf dem angrenzenden 4,2 Hektar großen Gelände des alten Polizeipräsidiums will die Düsseldorfer Gerch Group bis 2026 mindestens 400 Wohnungen sowie Büros und Hotels errichten. Das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs soll Ende August vorliegen.

Kommentare