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Frankfurt: Manege frei trotz Corona

  • VonSabine Schramek
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Ein Weihnachtszirkus ist vom kommenden Freitag an am Ratsweg in Frankfurt zu sehen

Purer Optimismus, ein nagelneues Zelt, strenge Corona-Regeln und der Satz „The show must go on“ lassen hoffen. Das städtische Gesundheitsamt hat grünes Licht für den Weihnachtszirkus am Ratsweg geben. Statt 2500 dürfen sich pro Vorstellung 1100 Besucher verzaubern lassen.

Das neue ovale, blau-weiße Restaurationszelt des „Great Christmas Circus“ ist schon von weither auf dem Festplatz am Ratsweg zu erkennen. Arbeiter bereiten alles vor, um das Hauptzelt am hohen Mast in die Höhe zu ziehen. Auch der Schulwagen für die Zirkuskinder ist schon da. Pferde und Ponys gucken neugierig auf das Geschehen und kauen duftendes Heu.

Juniorchef Manuel „Chicco“ Wille-Busch atmet hörbar und sagt: „Am Freitag, 17. Dezember, geht es los. Und zwar mit einem neuen Zelt und mehreren Eingängen, einer komplett neuen Lüftungsanlage und einem superguten Hygienekonzept. Wir spielen mit 2G-plus und bauen sogar ein kostenloses Testzentrum für die Besucherinnen und Besucher auf.“ Dann gibt er ein paar Anweisungen an die Männer, welche die mächtigen Zeltplanen vor zahlreichen sorgfältig ausgerichteten Stahlstangen und Bodenankern ausrollen.

Bis auf wenige Ausnahmen mussten die meisten Weihnachtszirkus-Shows abgesagt werden. „Das ist hart. Sehr hart für alle“, sagt Wille-Busch. Bereits seit zwei Jahren herrscht in der Zirkusbranche Stille, keine Clowns machen Späße, keine Artisten fliegen durch die Zeltkuppeln.

Auch Kelly Saabel, die aus einer großen deutsch-italienischen Zirkusdynastie stammt, kennt das Problem. Sie arbeitet als Equilibristin, kann sich wie eine Schlange verbiegen und zeigt kostümiert als Elfe in der Manege faszinierende Handstandkünste. „Wir haben uns alle sehr große Sorgen gemacht, ob wir wieder arbeiten können, und sind einfach nur froh, dass wir jetzt das Ja haben“, sagt sie und strahlt. Fast zwei Jahre konnten sie und ihre Familie kaum in ihren Berufen arbeiten. „Eine Zeit lang waren wir in Budapest engagiert, aber auch da stoppte Corona alles“, erzählt die junge freundliche Frau. Als der Zirkus schließen musste, habe sie auf Onlineshows gesetzt. „Das war ein merkwürdiges Gefühl, weil kein Publikum da war, aber es war immerhin ein bisschen Manege.“ In der Zwischenzeit hat sie als Model gearbeitet, um sich über Wasser zu halten.

Rasante Jonglagen

Jetzt wartet die Equilibristin darauf, dass das Chapiteau (so heißt das Zirkuszelt) steht und sie nicht mehr im Wohnwagen bei ihrem Dackel und einer Promenadenmischung trainieren muss. Auch ihre Familie ist beim „Great Christmas Circus“ dabei. Mit Großillusionen im Stil des Fantasymärchens „Alice im Wunderland“ verzaubert Alexandra Saabel in der Manege mit Kostümen, die aus einem Märchen zu stammen scheinen und von der Magierin selbst entworfen wurden.

Acht Huskies und Samojeden-Spitze lassen die drei Saabel-Schwestern in prächtigen Roben durchs Sägemehl toben und Kunststücke in Weihnachtsatmosphäre machen. Als Squaw kostümiert, lässt Jennifer Saabel Teppiche, Bälle und Rollen bei ihrer Antipodennummer tanzen. Juniorchefin Natascha Wille-Busch wird mit Manuel Frank 18 edle Pferde in der Manege tänzeln lassen, süße Ponys werden von Manuel Willes Tochter Angel vorgeführt und Sohn Alfons wird als Comedian und Trompeter in der Manege stehen.

Für Nervenkitzel sorgt die Ayala-Truppe auf dem Hochseil – sie wurde beim weltberühmten Zirkusfestival in Monte Carlo mit dem Silbernen Clown ausgezeichnet. Die Ukrainerin Tetiana Kundyk schwebt faszinierend lässig über das Schlappseil, ebenfalls aus der Ukraine stammen die fliegenden Artistinnen Alla und Katya am Duotrapez und Jamena Wille an Vertikaltüchern.

Henry Ayala schließlich bringt jeden Zuschauer zum Lachen – der Clown aus Venezuela ist ebenfalls mit einem Silbernen Clown in Monte Carlo ausgezeichnet worden. Rasante Jonglagen sind ebenso zu bestaunen wie die Truppe Bingo, die mit Tanz und Artistik das Zirkuszelt in einen lebendigen, wunderbaren Traum verwandelt.

Der „Great Christmas Circus“ spielt mit 2G-plus-Regelung vom 17. Dezember bis zum 9. Januar auf dem Festplatz am Ratsweg. Informationen und Karten unter www.great-christmas-circus.de.

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