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Frankfurt: Malion-Quartett gestaltet Konzertreihe

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Von: Andreas Hartmann

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Jelena Galic, Lilya Tymchyshyn, Alexander Jussow und Bettina Kessler (von links) vom Malion-Quartett. Andreas Kessler
Jelena Galic, Lilya Tymchyshyn, Alexander Jussow und Bettina Kessler (von links) vom Malion-Quartett. Andreas Kessler © Andreas Kessler

Die Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen hat ihr neues „Quartett in Residence“ ausgewählt – es kommt aus Frankfurt und ist international erfolgreich

Die Frankfurter Bürgerstiftung hat ihr neues „Quartett in Residence“ für 2023 ausgewählt. „Alexander Jussow, Jelena Galic, Lilya Tymchyshyn und Bettina Kessler vom Malion-Quartett sind mir seit 2018 aufgefallen“, sagt Clemens Greve, Geschäftsführer der Stiftung im Holzhausenschlösschen. „Sie gehören für mich wie die beiden anderen in Frankfurt gegründeten bedeutenden Streichquartette, das Eliot- und das Aris-Quartett, zu den Besten.“

Das Malion-Quartett wurde 2018 gegründet und hat seither einige viel beachtete Auszeichnungen erhalten. 2022 gewann es das hochdotierte Ensemblestipendium der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Frankfurter Musikhochschule. Zahlreiche Rundfunkproduktionen für den SWR und WDR sowie ein Gastauftritt des Ensembles in der Sendung „Einstand“ bei Deutschlandfunk Kultur gab es seit der Gründung. Eine Verfilmung von Beethovens Großer Fuge op. 133 ist für den Musikpreis Opus Klassik 2022 nominiert. 2021 wurde das Malion-Quartett in die Stipendiatenförderung der Deutschen Stiftung Musikleben aufgenommen. Sogar ein eigenes Malion-Musikfestival gibt es.

Die Frankfurter Bürgerstiftung fördert junge Quartette seit 2019, 30 000 Euro spenden die Freundinnen und Freunde der Frankfurter Bürgerstiftung seither jeweils für die Gestaltung einer Konzertreihe. Das Quartett spielt am ersten Abend ohne Gast, bei den dann folgenden vier Konzerten jeweils mit einem Gast, den das Ensemble bestimmt. „Kein Weg ist da zu weit“, findet Greve.

Aktuell plant das Aris-Quartett, das das diesjährige Residenzstipendium der Bürgerstiftung innehat, für diesen November fünf Konzerte mit Gästen in dem historischen Gebäude am Holzhausenpark. „Das ausdrucksstarke Spiel des Aris-Quartetts hatte ich 2012 bei einem Abend in der Musikhochschule hören dürfen“, berichtet Greve. „Leider war unser Haus damals im Umbau, ansonsten hätte ich sie sofort ins Holzhausenschlösschen entführt. Wir freuen uns immer wieder, wenn wir aufstrebenden Musikerinnen und Musikern Auftrittsmöglichkeiten bieten und damit den Weg für ihre künstlerische Entwicklung bereiten können.“

An den Malions schätzt Greve besonders deren Ideenreichtum und Energie. „Im Suchen und Annähern an eine Komposition kommen sie zu dem, was ein Streichquartett für uns Zuhörende so besonders macht: Der Interpretation so ganz zu folgen, in allem was wir von allen Stimmen im letztlichen Einssein hören dürfen, was oft in leisen, sanften Tönen so schön ist, dass man sich wundert, dass es Menschen sind, die das können, so zart, so kraftvoll, so behutsam, so beherzt, so wunderschön für uns zu spielen“, schwärmt er. aph

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