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Frankfurt: Mainova trotz Krise mit hohem Gewinn

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Von: Christoph Manus

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Mainova will das Heizkraftwerk West am Frankfurter Mainufer von Kohle- auf Gasbetrieb umstellen. Dabei soll Wasserstoff verwendet werden können.
Mainova will das Heizkraftwerk West am Frankfurter Mainufer von Kohle- auf Gasbetrieb umstellen. Dabei soll Wasserstoff verwendet werden können. © Rolf Oeser

Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat für das erste Halbjahr trotz der Energiekrise gute Geschäfte gemacht. Linke Gruppen und die Frankfurter Linke fordern einen sozialeren Kurs.

Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat im ersten Halbjahr trotz der Energiekrise ein Ergebnis erzielt, das mit 86,1 Millionen Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert liegt. Vorstandschef Constantin Alsheimer geht angesichts extrem gestiegener Einkaufspreise für Erdgas und großer Unsicherheiten aber für das Gesamtjahr von einem Ergebnis deutlich unter dem des Niveaus des Jahres 2021 aus. Er spricht von „exorbitant“ gestiegenen Marktrisiken und „Herausforderungen in der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit“.

In der Gasversorgung hat das Unternehmen, das zu gut 75 Prozent den Stadtwerken gehört, einen Verlust in Höhe von 9,6 Millionen Euro erzielt. Das ist ein Minus von 46,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besser als im ersten Halbjahr 2021 fiel dagegen mit einem Plus von 25,5 Millionen Euro das Ergebnis in der Stromversorgung aus.

Frankfurter Energieversorger Mainova verkauft eingespartes Gas weiter

Im Segment Erzeugung/Fernwärme verbesserte Mainova die Zahlen um 14,1 Millionen Euro. Die Kraftwerke seien mit reduziertem Gasverbrauch gelaufen. So habe eingespartes Gas verkauft werden können. Die Wind- und Solarparks liefen besser als vor einem Jahr, was zu einem Plus von 18,5 Millionen Euro im Segment Erneuerbare Energien/Energiedienstleistungen beitrug.

Mainova will am Investitionskurs festhalten. So solle etwa das bisher mit Kohle betriebene Heizkraftwerk West „Wasserstoff-ready“ gemacht werden.

Scharfe Kritik an starken Preiserhöhungen von Mainova bei Gas

Das Unternehmen hat die Preise für Gas in diesem Jahr bereits stark erhöht. So sind etwa für den Arbeitspreis des Grundversorgungstarifs „Mainova Erdgas Classic“ statt 8,94 Cent nun 15,44 Euro pro Kilowattstunde zu zahlen. Die Linke hat das wiederholt scharf kritisiert. Auch die Initiative „Ebbe langts“ wirft dem Unternehmen vor, seiner sozialen Verantwortung nicht gerecht zu werden.

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