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Die künftige Koalition will den Mainkai autofrei machen - und weitere Straßen autoärmer.
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Die künftige Koalition will den Mainkai autofrei machen - und weitere Straßen autoärmer.

Mobilität

Frankfurt: Mainkai wieder sperren

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Initiative „Mainkai für alle“ in Frankfurt appelliert an die künftige Koalition, die nördliche Mainuferstraße wieder für den Verkehr zu sperren. Die Chancen stehen gut.

Die Initiative „Mainkai für alle“ ruft die künftige Koalition in Frankfurt auf, die nördliche Mainuferstraße wieder für den Verkehr zu sperren. Damit würde der Wille der Frankfurterinnen und Frankfurter umgesetzt. Diese hatten sich in einer städtischen Umfrage mehrheitlich für den autofreien Mainkai ausgesprochen und mehr Platz für Rad- und Fußverkehr gefordert.

Derzeit habe der Mainkai keine hohe Aufenthaltsqualität, teilte die Initiative mit. Der Mainkai sei geprägt von Auto- und Lastkraftverkehr. Dabei handele es sich im Wesentlichen um Durchgangsverkehr, die Anliegerinnen und Anlieger ausgenommen. Das Radfahren, das während der Sperrung auf der gesamten Straßenbreite möglich war, sei wieder gefährlich geworden. Radwege gebe es nicht.

Nicht Stadtteile gegeneinander ausspielen

Die Initiative stellte vier Forderungen: Der Mainkai müsse wieder autofrei werden und dabei mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die künftige Koalition soll eine Mobilitätswende einleiten, um „die automobilen Denkmuster des letzten Jahrhunderts“ zu überwinden. Sachsenhausen und die Innenstadt dürften nicht auseinanderdividiert werden. Alle konstruktiven Kräfte der Stadtgesellschaft sollten in die Mobilitätswende und die Sperrung des Mainkais einbezogen werden.

Die Gegeninitiative „Sachsenhausen wehrt sich“ und ihr Sprecher Herbert Schmoll hatten sich wiederholt gegen den autofreien Mainkai ausgesprochen. Schmoll sieht dadurch eine Zunahme des Autoverkehrs in Sachsenhausen.

Die Initiative „Mainkai für alle“ teilte nun mit: „Die Stadtgesellschaft sollte sich nicht weiter damit beschäftigen, Frankfurter Stadtteile gegeneinander auszuspielen. Es ist Aufgabe der neuen Koalition, Lösungen zu finden, die für die Stadt als Gesamtheit eine positive Weiterentwicklung bedeuten.“

Fahrrad-Demo für Mobilitätswende

Der Mainkai war bereits von Sommer 2019 bis Sommer 2020 für den Autoverkehr gesperrt. Dann lief die Sperrung aus, weil sich die damalige Koalition aus CDU, SPD und Grünen nicht auf eine Verlängerung einigen konnte. Konkret blockierte die CDU in der Koalition die Fortführung der Mainkaisperrung.

Unter einer künftigen Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt ist eine dauerhafte Sperrung des Mainkais wahrscheinlich geworden. Bei Grünen, SPD und Volt steht die Mainkaisperrung im Wahlprogramm; die FDP zeigte sich kompromissbereit, wenn die Sperrung in ein Verkehrskonzept eingebunden wird.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, beteiligt sich die Initiative „Mainkai für alle“ an einer Fahrraddemonstration am Sonntag, dem 2. Mai. Das Motto laute: „Klimagerecht unterwegs. Mobilitätswende jetzt!“

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