Autoverkehr am Mainkai in Frankfurt
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Dem Bürgerwillen zum Trotz fahren Pkw und Lkw auf dem Mainkai.

„Making Frankfurt“

Forderung zur Mainkai-Sperrung: Verkehrsexperiment soll verlängert werden

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Petition „Making Frankfurt“ ruft die Stadtpolitik dazu auf, den Bürgerwillen nicht zu missachten.

Frankfurt - Nachdem die Verlängerung der Mainkai-Sperrung am Widerstand der CDU im Römer gescheitert ist, setzt sich eine neue Petition für ein politisches Umdenken ein. „Verlängern Sie das Verkehrsexperiment am Mainkai in Frankfurt“ heißt die Petition, die von „Making Frankfurt“ initiiert wurde.

Mainkai-Sperrung in Frankfurt: Petiton von „Making Frankfurt“

Making Frankfurt“ erinnert an „Making Heimat“, die Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) über das Einwanderungsland Deutschland, die 2016 bei der Biennale in Venedig und im folgenden Jahr im DAM in Frankfurt gezeigt wurde. Und tatsächlich ist Peter Cachola Schmal, der Direktor des Deutschen Architekturmuseums, treibende Kraft hinter „Making Frankfurt“.

„Wir alle konnten in den letzten Wochen und Monaten erleben, wie die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und unsere Gäste von außerhalb diesen Stadtraum für sich entdeckt und intensiv genutzt haben. Wie sich dort ein buntes und vielfältiges Leben entfaltete, wie aus einem Verkehrsexperiment ein Stadtraumexperiment wurde, wie die Vision einer verkehrsberuhigten und irgendwann auch autofreien Innenstadt sichtbar und manifest wurde“, heißt es in der Petition.

Mehrheit für die Sperrung des Mainkais in Frankfurt

Zu den Erstunterzeichnern zählen Umweltschutzgruppen wie Greenpeace Frankfurt und Fridays for Future Frankfurt, Architekturbüros wie Stein Hemmes Wirtz und bb22 Architekten+ Stadtplaner, aber auch die Karl-Marx-Buchhandlung, der Verkehrsclub Deutschland und das Zeil Antiquariat.

Sie heben hervor, dass sich laut Umfrage des Bürgeramts Wahlen und Statistik eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter für die dauerhafte Sperrung des Mainkais ausgesprochen hat. Lediglich 21 Prozent wünschen sich demnach Autos auf der Mainuferstraße. Die Öffnung der Mainuferstraße für den Autoverkehr ab 1. September ist für sie eine Missachtung des mehrheitlichen Bürgerwillens. An die Stadtpolitik richten die Initiatoren folgenden Appell: „Verlängern Sie die Sperrung am nördlichen Mainufer für den Autoverkehr für mindestens zwei weitere Jahre. Machen Sie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern aus dem reinen Verkehrsexperiment ein Stadtraumexperiment. Ermöglichen Sie temporäre Umbaumaßnahmen, die über die bloße Absperrung hinausgehen und echte Aufenthaltsqualität bieten. Rufen Sie zu einem internationalen Ideenwettbewerb für die dauerhafte Neugestaltung des Mainkais auf. Begleiten Sie das Experiment durch bedarfsgerechte Verkehrsmessungen, Studien und Maßnahmen, um die angrenzenden Stadtteile zu entlasten. Organisieren Sie ein Innenstadtforum, in dem Bürgerinnen und Bürger mit Experten und Entscheidungsträgern über die Zukunft der Innenstadt debattieren.“ (Von Florian Leclerc)

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