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Die Füße ins Wasser halten: Entwurf für den Mainkai.

Mobilität

Umbau von Mainkai in Frankfurt: Plan für „einen großen Mainufer-Erlebnisplatz“

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die CDU-Fraktion macht einen Vorschlag für den Mainkai in Frankfurt: Ein Umbau soll mehr Platz für Fußgänger und Räder schaffen und den Autoverkehr am Ort belassen.

  • Die nördliche Mainuferstraße in Frankfurt soll umgebaut werden.
  • Nach einer monatelangen Sperrung dürfen nun auch wieder Autos auf dem Mainkai fahren.
  • Dennoch soll vor allem für Fußgänger und Fahrradfahrer mehr Platz entsehen.

Nachdem die CDU im Römer eine Fortführung der Sperrung des Mainkais für den Autoverkehr verhindert hat, setzt sie sich nun für einen moderaten Umbau der nördlichen Mainuferstraße ein.

Im Auftrag der CDU-Fraktion hat das Büro Marie-Theres Deutsch Architekten einen Entwurf für einen größeren Platz am Fahrtor entwickelt, der historisch an den alten Wein- und Personenhafen im Merianplan von 1628 anknüpfen soll – nun allerdings mit motorisiertem Verkehr und Fahrrädern.

Der Mainkai soll den Angaben zufolge auf Höhe des Eisernen Stegs nach Norden hin verschwenkt werden. Dadurch entstehe mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger. Auf Höhe der Leonhardskirche und am Saalhof soll es Grünzonen geben. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler spricht von „drei Aufenthaltsinseln mit zusätzlichen Bäumen, ungestört vom Verkehr“.

Mainkai Frankfurt: Wegen Corona konnte Verkehrsversuch ohne Autos nicht ausgewertet werden

Statt zwei Fahrspuren für den Autoverkehr und keiner für Radfahrende sind zwischen Untermainbrücke und Alter Brücke je eine Kfz- und eine Radspur pro Richtung geplant. Dort soll künftig Tempo 30 gelten. Am Main sieht der Entwurf mehrere Stufenanlagen vor, sodass man seine Füße ins Wasser halten kann. Hinzu kommen sollen weitere Bänke.

Der Gleiskörper der Hafenbahn werde in die Fläche aufgenommen. Die Anlegestellen für Schiffe sollen so bleiben, wie sie sind. „Die Frankfurterinnen und Frankfurter wünschen sich mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer“, sagte Kößler mit Verweis auf die Umfrage des Bürgeramts Wahlen und Statistik.

Tatsächlich hatte eine Mehrheit der Befragten in der Umfrage, die Ende August veröffentlicht wurde, angegeben: „Ich begrüße, dass der Mainkai autofrei wird“ und sich für eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt ausgesprochen. Seit 1. September ist der Mainkai, der 13 Monate lang für den Autoverkehr gesperrt war, wieder offen für Kraftfahrzeuge. Der Verkehrsversuch endete ohne Zählung der Verkehrsverlagerung und wissenschaftliche Analyse. Die Verkehrszählung hatte unter Pandemiebedingungen im März keine validen Ergebnisse gebracht.

Mainkai Frankfurt: „Wichtige Ost-West-Verbindung“

„Es wird ein großer Mainufer-Erlebnisplatz, und der notwendige Fahrrad- und Autoverkehr kann trotzdem fließen“, sagte Kößler, der die CDU auf den Wahlkampf für die Kommunalwahl im März 2021 einstimmte. Doch steht die CDU-Fraktion mit ihrer Idee von der Mainkai-Umgestaltung allein da. SPD, Linke und Grüne im Römer setzen sich für eine dauerhafte Sperrung des Mainkais und eine deutliche Verringerung des Autoverkehrs in der Innenstadt ein. Die CDU will an der „wichtigen Ost-West-Verbindung“ festhalten.

Bei der Kommunalwahl in Hessen am 14. März haben die Bürgerinnen und Bürger die Wahl, wie es am Mainkai weitergeht.

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