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Offener Drogenkonsum im Bahnhofsviertel.

Stadtpolitik

Magistrat will Drogenpolitik weiterentwickeln

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Der Frankfurter Weg soll „maßgeschneidert“ an das Züricher Modell angepasst werden.

Der Magistrat will den Frankfurter Weg in der Drogenpolitik nach dem Vorbild des Züricher Modells weiterentwickeln. Das kündigte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung an. Bei Vertretern der Koalition stieß das grundsätzlich auf Zustimmung.

Die Stadtverordnete Verena David (CDU) hatte gefragt, wie die Stadt die offene Drogenszene im Bahnhofsviertel in den Griff bekommen wolle. Sie verwies auf das Züricher Modell, das die CDU-Fraktion in der Schweizer Stadt in Augenschein genommen hatte. Darauf aufbauend legte die CDU-Fraktion ein Sicherheitskonzept vor. Frank lobte das Züricher Modell, in dem Sozialarbeitende und Pflegende in „SIP“-Teams – das steht für Sicherheit, Intervention, Prävention – Drogenkonsumenten ansprechen, auf Konsumräume hinweisen und den offenen Drogenkonsum unterbinden. Auch wird der Handel mit Kleinstmengen an Drogen in den Druckräumen toleriert. Abhängigen wird geholfen, Wohnraum zu finden.

Das Züricher Modell sei allerdings nur „maßgeschneidert“ an die Frankfurter Verhältnisse anpassbar, führte Frank aus. So fuße es auf einer nationalen Strategie. In anderen Schweizer Städten gebe es Drogenkonsumräume und Hilfsangebote. Anders im Rhein-Main-Gebiet, wo nur Frankfurt solche Angebote bereithalte. Die Umlandkommunen seien gefordert, vergleichbare Angebote zu schaffen, so Frank. Er verwies darauf, dass nur ein Drittel der Drogenkonsumenten aus Frankfurt stamme, die beiden anderen Drittel aus Hessen oder anderen Bundesländern.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) sagte im persönlichen Gespräch ironisch: Die Bürgermeister und Oberbürgermeister aus dem Umland würden sicherlich „freudig erregt der Frankfurter CDU folgen und jetzt alle Druckräume und weitere Krisenzentren einrichten“.

Nico Wehnemann (Die Partei) sagte, es sei „chauvinistisch“, nur Frankfurter Drogenkranken helfen zu wollen. Renate Wolter-Brandecker (SPD) sagte, Frank habe nicht genug gegen die „inakzeptablen Zustände“ im Bahnhofsviertel getan. Birgit Ross (Grüne) sieht im Züricher Modell ein „wichtiges Konzept, das wir implementieren könnten“.

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