Test-Container

Frankfurt: Ein Mäzen für die Gesundheit

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Der Frankfurter Kunstmäzen Carlo Giersch finanziert einen Corona-Testcontainer in Sachsenhausen. Und schützt damit vor Ansteckung.

Patienten mit Husten, Schnupfen, Fieber: In den beiden Gemeinschaftspraxen in der Stresemannallee in Frankfurt-Sachsenhausen gehört das zum Alltag. Ein Problem in Zeiten von Corona, wo Symptome wie diese auf ein Ansteckungsrisiko hinweisen können. Doch Peter Gutes Kollegen vom Infektiologikum und die benachbarten Pneumologen haben für Abhilfe gesorgt. Dank eines Geldgebers, des Frankfurter Stifters und Kunstmäzens Carlo Giersch.

Der stellte den Ärzten gratis einen komplett ausgestatteten Medizincontainer in den Hof, in dem sie bei Verdacht ihre Patienten testen können, bevor diese die Praxis betreten. Am Eingang werden sie befragt, ob sie Symptome haben. Wenn dem so ist, nehmen die Mitarbeiterinnen einen Abstrich. Und in der Regel weiß der Patient am nächsten Tag das Ergebnis.

Wie kam es zu dieser Lösung? Eigentlich ganz einfach. Giersch ist Vermieter des Gebäudes am Main, in dem die Gemeinschaftpraxen untergebracht sind. Und die hatten angefragt, ob sie auf den Parkplätzen ein Zelt oder auch einen Container aufstellen können, um potenzielle Corona-Infizierte von den anderen zu trennen. Giersch fand die Idee offenkundig so toll, dass er selbst die Kosten übernahm – immerhin monatlich rund 1000 Euro Miete für den Container. Mehr als 90 Abstriche haben die Mitarbeiterinnen seit Mitte April dort genommen. Bei rund vier Prozent war das Testergebnis positiv.

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