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Efrata (r.) und Elita begeben sich ins Gruselhaus. Die Kamera hält alles fest.

Niederrad

Frankfurt: Mädchen drehen Horrorfilm

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Bei der Ferienaktion der Naturfreundejugend in Niederrad versuchen sich fünf Jugendliche als Schauspielerinnen und Regisseurinnen.

Mit mulmigem Blick gehen die Mädchen den langen Kellergang entlang. Plötzlich knallt die Tür ins Freie hinter ihnen zu, und das Licht geht aus. Irgendetwas stimmt in diesem Haus ganz und gar nicht! Dies ist eine Szene aus einem Filmprojekt, das fünf Mädchen im Alter von zwölf bis 14 Jahren in ihren Ferien in Niederrad gestalten. Als Drehort dient das Haus der Naturfreunde.

„Das Schauspielern hat den Mädchen am meisten Spaß gemacht“, sagt Mascha Dämkes von der Naturfreundejugend, die das Projekt gemeinsam mit Christian Jansen begleitet. Am ersten Tag haben Efrata, Ghazal, Elita, Ridwaan und Raaqiya sich überlegt, worum sich der Film drehen soll. Allen sei von Anfang an klar gewesen, dass es ein Horrorfilm sein soll.

Am ausgearbeiteten Storyboard wird die Geschichte verdeutlicht. Eine Mutprobe führt vier Freundinnen in den Keller des Hauses. Und wie es sich für einen Film gehört, lauert dort ein Bösewicht, der die vier einsperrt. Für den Weg nach draußen müssen die Freundinnen mehrere Rätsel lösen, und auch Puppen spielen eine wichtige Rolle – typisch Horrorfilm eben. „Es macht einfach Spaß, den Bösewicht zu spielen“, sagt Ghazal. Ein Hut, dunkler Mantel und ein selbst gemachter Schnurrbart – fertig ist der Antagonist. Am Samstag wird es einen zweiten Drehtag geben, und am Sonntag folgt das Schneiden und Bearbeiten.

Jedes Kind bekommt DVD

Das fertige Werk soll dann in wenigen Wochen den Eltern der Kinder bei einer Premierenfeier gezeigt werden. Am Ende nimmt jedes Kind eine DVD mit dem Horrorstreifen mit nach Hause.

Während der sechsstündigen Projekttage werde aber nicht nur gedreht, verrät Mascha Dämkes. Es werde auch zusammen gekocht, und die Kinder können basteln oder auch kickern.

Die Naturfreundejugend Frankfurt, die das Projekt ermöglicht hat, gehört zum Natur- und Umweltschutzverband Naturfreunde Frankfurt. Jedes Jahr realisiere man Freizeitbetreuungen für die Frankfurter Kinder, so Dämkes. Angefangen von Sommerfahrten bis hin zu Oster- oder Herbstangeboten. Bis 27 Jahre kann man Mitglied in der Organisation sein. Das Hauptaugenmerk bei den Aktivitäten liege oft darauf im Wald zu sein. „Unsere Kindergruppe spielt draußen, baut Hütten, aber backt in der Weihnachtszeit auch mal Kekse.“

Am Naturfreundehaus in Niederrad gibt es auch einen Pizzabackofen im Freien, der häufig genutzt werde. „Oder wir machen Stockbrot überm Lagerfeuer.“ Die Naturfreundejugend biete aber auch eine Beachvolleyballgruppe, eine Töpfer- oder eine Klettergruppe. Bei den unterschiedlichsten Angeboten sei eigentlich für jeden etwas dabei. „Es ist schön, in der Natur zu sein. Und wir schaffen einen Ort, wo die Kinder sich wohlfühlen.“

www.naturfreundejugend-ffm.de

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