Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Unverschämt charmant: Elina Patrakka im Film „Sihja – The Rebel Fairy“.
+
Unverschämt charmant: Elina Patrakka im Film „Sihja – The Rebel Fairy“.

Kinder- und Jugendfilmfestival

Frankfurt: Lucas-Filmfestival kehrt zurück ins Kino

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
    schließen

Das internationale Festival für junge Filmfans lockt mit einem Schwerpunkt auf Dokumentationen und Veranstaltungen in drei Städten. Bei den jungen Juror:innen ist die Vorfreude groß.

Das Mystische und das Reale reichen einander beim 44. Lucas-Festival für junge Filmfans die Hände. Vom 30. September an geht es in den 67 Filmen viel um Dokumentarisches, einen Schwerpunkt in diesem Jahr, und es dürfen aber auch wieder die Geister zu Wort kommen, das Unerklärliche und Verblüffende. Über allem schwebt die Freude, wieder ins Kino zu gehen.

„Ich habe das Kinofeeling vermisst“, sagt Selma Schwab (14), Mitglied der jungen Jury 13+, „es ist alles extremer, wenn man dort Filme sieht.“ – „Wie sehr das eine Wucht ist, wenn man im Kino ist!“, pflichtet Kollege Kyrill Krause (16) aus der Youngsters-Jury bei. Und Sophia Röse (12) aus der Jury 8+: „Mir fällt Popcorn ein, wenn ich an Kino denke. Man weiß, es fängt an, und dann vergisst man alles um sich herum.“

Die drei werden mitbestimmen über die vielen Preise, die es beim Lucas an Filmschaffende zu verteilen gibt. Anders als im vorigen Jahr warten wieder vier Kinos in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden aufs Publikum. „Das gemeinschaftliche Kinoerlebnis steht im Zentrum“, sagt Ellen Harrington, die Direktorin des Deutschen Filminstituts & Deutschen Filmmuseums, traditionell Ausrichterin des Festivals. Zusätzlich werden die Filme übers Internet zu sehen sein.

„Eine unserer Hauptzielgruppen ist nicht geimpft – Kinder bis 12 Jahre“, sagt Festivalleiterin Julia Fleißig. Das Online-Angebot ist aber nicht allein Corona geschuldet. Auch Schulklassen, die fernab der Städte mit großer Leinwand lernen, können so dabei sein. An Beliebtheit zugelegt hat die Variante für Klassen und Gruppen, einen bestimmten Film zu einer bestimmten Zeit in einem bestimmten Kino zu sehen. Bis 17. September gibt es Frühbucherrabatt.

LUCAS

Die 44. Ausgabe des ältesten deutschen Kinder- und Jugendfilmfestivals läuft vom 30. September bis zum 7. Oktober im Frankfurter Filmmuseum und drei Kinos in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden. Zusätzlich sind viele der insgesamt 67 Filme auch übers Internet als „Video on demand“ zu sehen.

Tickets sind ab sofort erhältlich, bis zum 17. September mit Frühbucherrabatt. Bis dahin müssen sich auch Gruppen anmelden. Alle Informationen und das Filmprogramm unter https://lucas-filmfestival.de

Kultur von Anfang an

„Schön, dass es endlich weitergeht“, sagt der Lucas-Schirmherr, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). „Wir wollen, dass kulturelle Bildung etwas ist, das Kinder ihr ganzes Leben begleitet.“

Und was gibt es zu sehen? Im Wettbewerb der Filme für Kinder ab acht Jahre etwa „Sihja, the Rebel Fairy“ – die Filme sind wieder in Originalsprache mit Untertiteln und teilweise live eingesprochener Übersetzung. „Sihja ist eine etwas unverschämte, aber sehr charmante Fee“, heißt es in der Vorschau, und die ersten Bilder lassen erahnen: Da ist was dran. In anderen Filmen spielen auch Monster im Keller eine Rolle, Mäuse im Himmel und Maulwürfe mit Brillen.

Zum Schwerpunkt Dokumentationen zählt der Eröffnungsfilm „The Reason I Jump“ (Der Grund, warum ich springe), der autistische junge Menschen begleitet. Als ebenso bewegend kündigt Julia Fleißig „Soul Kids“ an, einen Film über die Stax Music Academy in Memphis, die wissbegierige Jugendliche jeglicher Herkunft aufnimmt und sie über die Musik hinaus stärkt (Kategorie ab 13 Jahre).

Im Wettbewerb „Youngsters“ (ab 16), eine Herzensangelegenheit, wie Julia Fleißig betont, „weil die Protagonist:innen mit voller Wucht ins Erwachsenenleben schleudern“, geht es um Mut, Flucht, Sexualität, um Träume, Freiheit und Zusammenhalt. Es wird wieder ein emotionaler Lucas, das steht fest, mit vielen Begegnungen, Zusatzangeboten, einem eintrittsfreien Familiensonntag und großem Kino für Leute im Alter zwischen vier und „18+“. Und wie weit geht das Plus hinter der 18? Fleißig: „Niemand ist zu alt für gute Filme.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare