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Frankfurt: Logistikflächen verzweifelt gesucht

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Von: Christoph Manus

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Der Online-Handel wächst seit Jahren. Lagerflächen in Frankfurt und Region sind aber nicht leicht zu finden.
Der Online-Handel wächst seit Jahren. Lagerflächen in Frankfurt und Region sind aber nicht leicht zu finden. © peter-juelich.com

Die Nachfrage nach Hallen für den Handel und Logistik im Raum Frankfurt bleibt hoch, doch die sind sehr knapp. Das hat auch mit dem vermehrten Rechenzentrenbau zu tun.

Unternehmen, die große Flächen für Handel oder Logistik bebauen oder mieten wollen, haben nach Einschätzung mehrerer Maklerhäuser immer schlechtere Chancen, in Frankfurt und Umgebung etwas zu finden – und weichen daher zum Teil bis hinter die Landesgrenzen aus. Realogis etwa, ein Beratungsunternehmen für Industrie- und Logistikunternehmen, weist auf zunehmende Projektentwicklungen an der A3 Richtung Köln hin.

Dass im ersten Halbjahr sehr wenig Lagerfläche in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet neu vermietet wurde, liegt nach Beobachtung der Maklerhäuser mitnichten an einer nachlassenden Nachfrage. Diese halten sie mindestens für stabil. Nai Apollo hebt zum Beispiel die Bemühungen vieler Unternehmen hervor, unabhängiger von internationalen Lieferketten zu werden. Dieser Trend werde zu mehr einheimischen Produktionsstätten und einem wachsenden Bedarf an Lagerfläche führen. Gerade Flächen für Neubauten sind in Frankfurt und Umgebung aber sehr knapp.

Der Boom von Rechenzentren, die sich seit Jahren sehr große Flächen in Frankfurt und den angrenzenden Städten sichern, verschärft die Situation nach Ansicht des Maklerhauses CBRE noch. Das große Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot entwickele sich zu einer „veritablen Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Frankfurt/Rhein-Main“, warnt Rainer Koepke, der dort den Bereich Industrie und Logistik verantwortet. Bei Neuansiedlungen rückten andere Regionen in den Fokus, zudem könnten Unternehmen kaum noch expandieren.

Als Folge beobachten die Maklerhäuser schon jetzt steigende Mieten. Bei Realogis etwa sieht man diese in der Spitze inzwischen bei 7,30 Euro, im Durchschnitt bei 5,70 Euro pro Quadratmeter.

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