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Verkehr

Frankfurt: LKA soll bei Ermittlungen zu Raser helfen

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Nach dem Unfall mit zwei Toten auf der Mörfelder Landstraße meldeten sich mehr als 50 Zeug:innen bei der Polizei. Weiterer Vorfall nur zwölf Stunden später.

Nach dem tödlichen Unfall auf der Mörfelder Landstraße hat die Polizei umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um Rückschlüsse auf die Fahrweise des Unfallverursachers ziehen zu können. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sollen Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) die Bordelektronik des Unfallfahrzeugs untersuchen, um Erkenntnisse über Geschwindigkeit und Fahrstrecke des 38-Jährigen aus Darmstadt zu gewinnen. Von der Verkehrsleitzentrale seien zudem mögliche Aufnahmen von Verkehrskameras angefordert worden.

Der 38-Jährige war am Samstagnachmittag mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Mörfelder Landstraße gerast, hatte mehrere rote Ampeln ignoriert und dabei letztlich zwei Fußgänger erfasst und tödlich verletzt. Der Unfallverursacher hatte danach versucht vom Unfallort zu fliehen, war aber von Zeugen daran gehindert worden. Der Darmstädter war anschließend selbst ins Krankenhaus gekommen, nach Angaben eines Polizeisprechers aber am Montag wieder entlassen worden. Auf einen Aufruf der Polizei hin waren bis Montagmittag bereits mehr als 50 Zeugenhinweise eingegangen. Viele der Hinweisgeber:innen sollten befragt werden, hieß es. Die Unfallopfer, zwei Männer im Alter von 31 und 40 Jahren, sollen gerichtsmedizinisch untersucht werden. Kreidespuren der Unfallaufnahme legen die Vermutung nahe, dass einer der Männer von dem Unfallfahrzeug 60 Meter weit geschleudert wurde.

Erst im vergangenen November hatte ein Autofahrer in der Oskar-von-Miller-Straße im Ostend mit stark überhöhter Geschwindigkeit den Tod zweier Menschen verschuldet. Unmittelbar danach waren Forderungen laut geworden, die betreffende Straße sicherer zu machen. Ingmar Bolle, Sprecher des städtischen Straßenverkehrsamts, hält solche Überlegungen nicht für zielführend: „Wir können solche Einzelereignisse infrastrukturell nicht verhindern.“

Raser auch im Westend

Die Mörfelder Landstraße sei nicht als Raserstrecke bekannt. Im Gegenteil: Bei Geschwindigkeitsmessungen habe die Übertretungsquote bei drei Prozent gelegen, das sei „bemerkenswert wenig“, so Bolle. Nur rund zwölf Stunden nach dem tödlichen Unfall in der Mörfelder Landstraße hatte es die Polizei mit einem weiteren Raser zu tun. Ein Zeuge meldete der Polizei gegen 02.50 Uhr, ein VW Polo mit Frankfurter Kennzeichen habe im Bereich Hamburger Allee / Ludwig-Erhard-Anlage mehrere rote Ampeln missachtet. Eine Streife konnte den Polo am Westendplatz entdecken. Der Fahrer des Polo war laut Polizei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, ignorierte die Anhaltesignale des Funkwagens und befuhr einige Straßen entgegen der Fahrtrichtung. In der Guiollettstraße fuhr er auf einen Hinterhof, der Streifenwagen und ein Zivilfahrzeug folgten ihm. Als die Beamten ausgestiegen waren, gab der Fahrer wieder Gas und beschädigte beim Herausfahren aus dem Hinterhof den Zivilwagen. Einer der Beamten musste noch zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden. Der Fahrer des Polo war auch am Montag noch flüchtig.

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