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Frankfurt: Justiz stellt Ermittlungen zur Brandserie in linken Zentren ein

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Von: Hanning Voigts

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Polizeigefängnis Klapperfeld - Überwachungskamera
Linkes Zentrum in Frakfurt am Main (Symbolbild) © Fredrik Von Erichsen/dpa

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt stellt die Ermittlungen zu einer Brandserie bei linken Zentren und alternativen Wohnprojekten ein. Betroffene kritisieren das scharf.

Frankfurt am Main – Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau über die Einstellung der Ermittlungen zu einer Brandserie bei linken Zentren und alternativen Wohnprojekten kritisieren die Betroffenen die Justiz in Frankfurt.

„Dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft es weder für notwendig gehalten hat, wenigstens uns als Betroffene über unsere Anwält:innen über die Einstellung des Verfahrens zu informieren, noch die Öffentlichkeit in Kenntnis zu setzen, macht uns fassungslos und wütend“, sagte Anita Conrad, die in einem der betroffenen Projekte wohnt, laut einer Pressemitteilung. Polizei und Justiz hätten den mutmaßlichen Täter zudem „pathologisiert und seine Taten entpolitisiert“, so Conrad weiter.

Staatsanwaltschaft Frankfurt stoppte Ermittlungen bereits im April

Die FR hatte zuvor berichtet, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen einer Brandserie, bei der zwischen Herbst 2018 und Sommer 2019 bei zahlreichen linksalternativen Projekten im Rhein-Main-Gebiet Feuer gelegt worden war, bereits im April eingestellt hatte, ohne dass die Öffentlichkeit das erfahren hätte. Es habe sich kein Tatverdacht erhärten lassen, hieß es.

Der Hauptverdächtige, Joachim S., war im Januar wegen anderer Brandstiftungen vom Landgericht Frankfurt zu einer Gefängnisstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden.

Frankfurt: Staatsanwaltschaft für lasche Vorgehensweise kritisiert

Die Brände an den Gebäuden der linken Projekte hatten vor Gericht dabei kaum eine Rolle gespielt. Nutzer:innen und Bewohner und Bewohnerinnen der betroffenen Projekte hatten die Ermittlungen schon damals als zu lasch kritisiert. (Hanning Voigts)

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