Verkehr

Frankfurt: Linke will Mobilitätsflatrate

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Nach dem Vorbild von Helsinki und Augsburg sollen Fahrgäste in Frankfurt künftig Bus, Bahn, Leihrad, Carsharing, E-Roller in einer App buchen und per Flatrate bezahlen können. Das fordert die Linke im Römer.

Fahrgäste in Frankfurt sollen nach dem Willen der Linken im Römer künftig Bus, Bahn, Leihrad, Carsharing und Elektroroller in einer einzigen App zu einem festen Preis buchen können. Das Angebot soll im Rahmen einer Flatrate günstiger werden. Das sieht ein Antrag der Linken-Fraktion vor.

Der Magistrat soll demnach gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Deutschen Bahn, der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ein Flatratemodell entwickeln. Vorbilder könnten Helsinki oder Augsburg sein, wo solche Angebote existieren.

In Helsinki etwa können Fahrgäste für 49 Euro im Monat den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt nutzen, ein Leihrad für 30 Minuten ausleihen und Rabatte auf Taxifahrten und Mietautos bekommen.

In Augsburg können Kunden der dortigen Verkehrsbetriebe für 79 Euro pro Monat auch ein Auto für 15 Stunden oder 150 Kilometer leihen. Carsharing für 30 Stunden ohne Kilometerbeschränkung kostet 109 Euro. Leihradnutzung und Bahnfahren im Stadtgebiet ist in beiden Tarifen inklusive.

Die schlechte Luft, die Lärmbelastung und Klimafaktoren machten ein Umdenken bei der Mobilität in Frankfurt weg vom motorisierten Individualverkehr nötig, so die Linke. Eine Flatrate sorge dafür, mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf andere Verkehrsmittel zu bewegen. „Um die beabsichtigte Lenkungswirkung weg vom Auto, hin zum Verbund zu erreichen, wird sichergestellt, dass die Nutzer*innen mit dem Kombipaket wesentlich günstiger fahren, als wenn sie die Angebote getrennt kaufen“, teilte die Linke mit. 

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