Multifunktionsarena

Linke will Einsicht in Akten über Multifunktionsarena

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Ein Akteneinsichtsausschuss wird sich mit den gescheiterten Verhandlungen über den Bau einer Multifunktionsarena am Kaiserlei befassen. Die Linke will sogar Chatprotokolle sehen.

Nachdem der Bau einer Multifunktionsarena am Kaiserlei so gut wie gescheitert ist, fordert die Linke im Römer einen Akteneinsichtsausschuss zum Thema. Schon jetzt steht fest, dass es diesen auch geben wird. Sobald eine Fraktion über einen solchen Ausschuss Klarheit zu einer bestimmten Frage erlangen will, wird das Gremium automatisch eingesetzt.

Für die Fraktion „Die Linke“ wirft das nach ihrer Ansicht absehbare Scheitern des Vergabeverfahrens die Frage auf, ob Fehler gemacht wurden, die öffentlich noch nicht bekannt sind. Sie will, dass dem Akteneinsichtsausschuss alle Vertragsentwürfe und Vereinbarungen zum Bau einer Multifunktionshalle zwischen der Stadt und der Bietergruppe Langano und zwischen der Stadt und der Anschütz-Gruppe vorgelegt werden. Sichten will die Fraktion zudem den Schriftverkehr zwischen den Verhandlungspartnern inklusive E-Mails und Chat-Protokollen auf Messengerdiensten. Außerdem sollen die Akten zu bereits getätigten und noch ausstehenden Zahlungen vorgelegt werden.

Das von der Stadt favorisierte Bieterkonsortium Langano hatte im Mai die Frist für die Abgabe eines finalen Angebots für den Bau der Halle verstreichen lassen. Sportdezernent Markus Frank (CDU) kündigte daraufhin an, nun mit dem Zweitplatzierten im Bieterverfahren, der Anschütz-Gruppe zu verhandeln. Das ist allerdings in der Koalition umstritten. Die SPD drängte schon im Mai darauf, die Pläne für eine Halle am Kaiserlei aufzugeben.

Die Katz Group will am Flughafen eine Arena namens „The Dome“ bauen. Dieses Projekt stößt aber bei Frank und der CDU-Fraktion auf große Vorbehalte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare