Unmut

Frankfurt: Linke verlässt Plenarsaal

  • schließen

Im Frankfurter Stadtparlament regte sich die Linke über eine Äußerung von Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler auf und  verlässt daraufhin den Saal, um sich zu einer Beratung zurückzuziehen.

Wegen eines Statements von Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler hat die Linke im Römer am Donnerstagabend im Stadtparlament kurzzeitig geschlossen den Plenarsaal verlassen.

Der CDU-Politiker Siegler hatte zuvor AfD und Linke im Römer kritisiert. Bei Lesen des letzten Wortlautprotokolls seien ihm Äußerungen aufgefallen, bei denen sich Stadtverordnete „der politischen Ränder“ im Ton vergriffen hätten. „Ich schaue dabei nach rechts, ich schaue nach links“, sagte er. Im Plenarsaal sitzen dort AfD beziehungsweise Linke. Siegler riet den Stadtverordneten in seinem Statement, „zu Hause in den Spiegel zu schauen“, und sich zu fragen, ob man sich diese Worte auch selbst an den Kopf werfen würde.

Er rief alle Stadtverordneten zu einer gemäßigten Wortwahl auf, woraufhin er einerseits Applaus erntete, aber auch den Zwischenruf: „Skandal!“. Die Linke verließ daraufhin den Saal, um sich zu einer Beratung zurückzuziehen.

„Die Gleichsetzung von Linken und AfD geht gar nicht“, sagte Dominike Pauli, die Fraktionsvorsitzenden der Linken im Römer. Für die Linke sei eine solche Äußerung nicht akzeptabel. „Wir wollen nun das Gespräch mit Herrn Siegler führen.“ Nach etwa fünf Minuten kam die Linke zurück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare