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In Frankfurt wird an allen Ecken gebaut oder nachverdichtet, wie hier in der Ginnheimer Platensiedlung. Der Linke entstehen dabei aber zu wenige Sozialwohnungen.
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In Frankfurt wird an allen Ecken gebaut oder nachverdichtet, wie hier in der Ginnheimer Platensiedlung. Der Linke entstehen dabei aber zu wenige Sozialwohnungen.

Wohnen

Frankfurt: Linke kritisiert Stadt für stockenden sozialen Wohnungsbau

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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41 Wohnungen 2020 seien viel zu wenig, sagt die Linke. Dezernat findet, zumindest bei der Zahl der Genehmigungen auf gutem Weg zu sein.

In Frankfurt sind im vergangenen Jahr nur 41 Sozialwohnungen fertiggestellt worden. Das geht aus einer Antwort von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) auf eine Frage des Stadtverordneten Eyup Yilmaz (Linke) hervor. Dabei schreibt die Stadt Frankfurt Investoren seit Jahren vor, dass diese in neuen Baugebieten zu mindestens 30 Prozent geförderten Wohnraum errichten müssen. Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG hat sogar zu mindestens 40 Prozent geförderte Wohnungen zu bauen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr laut Josef 149 öffentliche geförderte Wohnungen fertig. Außer Sozialwohnungen entstanden 51 Wohnungen des 2. Förderwegs sowie 57 Wohnungen des früheren Mittelstandsprogramms.

Die Linke im Römer kritisiert diese Zahlen scharf. Sie weist darauf hin, dass es sich bei nicht einmal einem Prozent der im Jahr 2020 fertiggestellten Bleiben um Sozialwohnungen handele. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 4349 Wohnungen im Frankfurter Stadtgebiet auf den Markt gekommen. Das war knapp ein Fünftel mehr als im Jahr 2019 und der zweithöchste Wert der vergangenen 40 Jahre.

Yilmaz wirft Josef vor, beim geförderten Wohnungsbau „weit hinter seinem alten Versprechen von 30 Prozent geförderten Wohnungen“ zurückzubleiben. Er fordert eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik.

Josef hatte bereits bei der Vorstellung der Fertigstellungszahlen im Juni im Gespräch mit der FR eingeräumt, dass die Stadt bei der Zahl neuer Sozialwohnungen von ihren Zielen noch weit weg sei. Die neue Koalition hat sich vorgenommen, dass 1000 geförderte Wohnungen im Jahr entstehen sollen. Dazu will sie den Baulandbeschluss, der Investoren hohe Sozialquoten vorschreibt, noch weiter verschärfen. Zumindest die Genehmigungszahlen gingen aber in die richtige Richtung, sagte Josef damals.

In der Tat liegt die Zahl der Sozialwohnungen, die die Stadt bewilligt hat, zumindest deutlich höher als die Fertigstellungszahl. Nach Josefs Angaben bewilligte die Stadt im Jahr 2020 genau 270 Sozialwohnungen sowie 122 Wohnungen des zweiten Förderwegs und 344 geförderte Wohnungen für Studierende.

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