Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Zahl der Paketlieferungen steigt.
+
Die Zahl der Paketlieferungen steigt.

Mobilität

Frankfurt: Lieferverkehr soll umweltverträglicher werden

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Die Stadt erarbeitet ein Logistikkonzept, um die Stickstoffdioxid-Emissionen zu verringern.

Fast jeden Tag klingelt es an der Haustür in Bockenheim, der Ruf „Pakete“ schallt durchs Treppenhaus, dann muss der Fahrer schnell weiter. Diese Situation wiederholt sich in vielen Frankfurter Gebäuden, denn online zu bestellen liegt im Trend. Im vergangenen Jahr wurden mehr als vier Milliarden Pakete in Deutschland ausgeliefert, das waren fast elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Kurier-, Express- und Paketdienstbranche (KEP) macht dabei allerdings nur einen Teil des Wirtschafts- und Lieferverkehrs aus. Speditionen bringen Waren in die Stadt, Bäckereien liefern Brot und Brötchen, die Müllabfuhr holt den Müll ab, Container werden im Binnenhafen abgefertigt, Güter werden per Zug befördert, Radkuriere liefern dringend benötigte Unterlagen, Baustoffe werden durch die Stadt gefahren.

Stickstoffdioxid-Emissionen verringern

Das Mobilitätsdezernat der Stadt Frankfurt will den Wirtschaftsverkehr nun umweltverträglicher gestalten. Wo er nicht unbedingt nötig ist, soll er vermieden werden. Wo es geht, soll der Wirtschaftsverkehr auf umweltverträgliche Verkehrsmittel verlagert werden. Und er soll insgesamt möglichst umweltverträglich sein.

Das geht aus einem Leitbild hervor, das die Stadt gemeinsam mit Unternehmen aus der Branche sowie Expertinnen und Experten entwickelt hat. Beteiligt waren Paketdienste, Speditionen, Gastronomie, Handwerk, Bau- und Abfallwirtschaft und andere Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter.

Bis Jahresende solle das Logistikkonzept fertig sein, kündigte Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne) an: „Der Logistikverkehr ist ein wichtiger Teil des gesamten Verkehrsgeschehens der Stadt. Gemeinsam mit allen Beteiligten wollen wir praxisnahe Lösungsvorschläge entwickeln, um die Stickstoffdioxid-Emissionen zu verringern, die Klimaschutzziele umzusetzen und dafür zu sorgen, dass die Lebensqualität unserer Stadt steigt“, sagte er.

Mit der Ausarbeitung des Logistikkonzepts wurden das Beratungsunternehmen Logistic-Network Consultants (LNC) sowie Benz und Walter beauftragt. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die Frankfurt University of Applied Sciences. Unter logistikkonzept-frankfurt.de kann man sich über das Projekt informieren.

Das Konzept soll überdies in den Masterplan Mobilität („sustainable urban mobility plan“, Sump) eingebunden werden. Dort fließen auch weitere Untersuchungen ein, etwa zur Mobilität in Städten, der ÖPNV-Linienbelastung und zum Luftreinhalteplan. Der Masterplan soll Ende 2022 fertig sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare