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Corona

Frankfurt: Lascher Umgang mit Corona-Apps in Cafés, Restaurants und Bars

  • VonJohanna Stein
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QR-Codes sollen es der Gastronomieszene erleichtern, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu erfassen. In der Praxis fallen jedoch einige Probleme und Fehler bei der Datensammlung auf.

Frankfurt am Main - Gerade erst wurde die Frankfurter Gastronomie vom Ordnungsamt gemahnt, sich an die geltenden Auflagen zu halten. Denn trotz der vielen Lockerungen müssen Inhaber:innen von Cafés, Restaurants und Bars weiterhin die Kontaktdaten ihrer Gäste festhalten, um dem Gesundheitsamt die Arbeit bei der Kontaktverfolgung infizierter Personen zu erleichtern. Bei der praktischen Umsetzung bleiben jedoch viele Fragen offen, zeigt ein Rundgang durch Frankfurts Gastronomieszene.

Am Eingang, in Speisekarten und auf Tischen prangen QR-Codes, mit denen sich Gäste registrieren können, um Zutritt zu Cafés, Restaurants und Bars zu erhalten. Am häufigsten trifft man in der Frankfurter Innenstadt auf das Modell, bei dem man sich am Eingang eines Gastbetriebs registriert. In manchen Häusern ist das die Bedingung, um eingelassen zu werden, vielerorts wird das jedoch gar nicht kontrolliert.

Shoppen mit Luca: Durch das Scannen von QR-Codes wird für jedes Profil ein digitales Tagebuch erstellt.

Corona-Apps in der Gastronomie: Antworten bleiben aus

Obwohl es sinnvoll ist, unterschiedliche QR-Codes für die verschiedenen Tische zu nutzen, um später verfolgen zu können, wer wo saß, sieht man dieses Modell in Frankfurts Innenstadt nur sehr selten. Auf Nachfrage, wie denn übermittelt werde, an welchen Tischen die Gäste sitzen, können Mitarbeitende verschiedener Restaurants keine Antwort geben.

Frankfurts Gastronom:innen haben für ihre digitalen Gästelisten die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern: Corona-Warn-App, Luca-App oder ein eigener QR-Code? Hört man sich in Frankfurt um, nutzen viele Gastronomiebetreiber:innen die Luca-App, die die Stadt selbst eingeführt hat. Unter den Gästen scheinen beide Apps zur Kontaktverfolgung bei Infektion mit dem Coronavirus noch nicht allzu weit verbreitet zu sein.

„Die Corona-Warn-App nutzt keiner mehr“

„Die Corona-Warn-App nutzt keiner mehr“, erzählt ein Restaurantbesucher auf der Zeil. Zumindest in seinem Umfeld. Da in Frankfurt alles über die Luca-App laufe, würden viele Nutzer die App vom Bund wieder löschen. Er selbst habe überhaupt keine Corona-App. Sein Kollege besitzt dafür seit einem Monat die Luca-App. Benutzt hat er sie jedoch bisher nur ein einziges Mal.

In der Kaiserstraße sitzt eine Gruppe junger Erwachsener im Außenbereich eines Restaurants. Bei ihnen ist die Luca-App noch gar nicht angekommen. Viele von ihnen kennen sie nicht, niemand besitzt sie. Ein Einzelner hat die Corona-Warn-App auf seinem Smartphone. Und den QR-Code auf dem Tisch? Den hat die Gruppe gar nicht wahrgenommen. Auf die Frage, wie sie hier eingecheckt hätten, folgt erst einmal Verlegenheit. „Bisher noch gar nicht“, entgegnen sie. Auch hier scheinen die Betreiber:innen ihre Auflagen nicht allzu ernst zu nehmen.

„Zeit für Brot“ im Oeder Weg: Jeder Tisch mit eigenem QR-Code

Es gibt jedoch auch Betriebe, in denen der Ablauf sehr gut funktioniert. Bei „Zeit für Brot“ im Oeder Weg zum Beispiel. Hier hat jeder Tisch seinen eigenen QR-Code. Um ihn zu scannen, braucht man nicht einmal eine App. Die Inhaber haben nämlich eine eigene Lösung gefunden: „Die Daten werden eine Zeit lang auf einem Server gespeichert, und das Ordnungsamt hat auf Nachfrage Zugriff darauf“, erklärt eine Mitarbeiterin. Der Prozess funktioniert also ganz nach dem Luca-Prinzip. Und er funktioniert. (Johanna Stein)

Corona-Kontaktverfolgung: Was die Apps können – und was nicht

Rubriklistenbild: © AFP

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