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Zurück auf die Straße: „Fridays for Future“ und viele andere Organisationen rufen für Freitag zum Klimastreik auf.
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Zurück auf die Straße: „Fridays for Future“ und viele andere Organisationen rufen für Freitag zum Klimastreik auf.

Klimaschutz

Frankfurt: Laut sein beim Klimastreik

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Ein breites Bündnis um die „Fridays for Future“ ruft für Freitag zu Demonstrationen auf. Auch in Frankfurt und Rhein-Main finden viele Veranstaltungen statt.

Mehr als 400 Demonstrationen sind bundesweit angemeldet, davon einige in Rhein-Main – und Zehntausende werden in Frankfurt auf der Straße erwartet, wenn es am Freitag, 24. September, heißt: globaler Klimastreik. Die „Fridays for Future“ und zahlreiche Partnerorganisationen rufen auf, zwei Tage vor der Bundestagswahl für den Klimaschutz zu demonstrieren.

„Wir haben keine Wahl“ heißt das Motto in Frankfurt, wenn sich die Demonstrierenden um 12 Uhr zur Auftaktkundgebung an der Alten Oper treffen, um anschließend zum Römer zu gehen. „Während die Klimakrise sich stetig weiter verschärft und wir seit fast drei Jahren auf den Straßen sind, wird nun kurz vor der Wahl versucht, uns diese ,Klimawahl‘, die keine Perspektive bietet, trotzdem als eine Lösung zu präsentieren“, kritisieren die Frankfurter „Fridays“: „Dabei sind viele, die mit uns auf die Straße gehen, die die Klimakrise in ihrem vollen Ausmaß zu spüren bekommen, entweder nicht einmal wahlberechtigt.“ Auch wer wählen dürfe, habe keine Wahl: „Keine der Parteien hat einen Plan“, wie das Pariser Klimaabkommen und maximal 1,5 Grad Erderwärmung einzuhalten seien.

DEMOS in RHEIN-MAIN

Frankfurt: Opernplatz, 12 Uhr.
Bad Homburg: Bahnhof, 16 Uhr.
Friedberg: Bahnhof, 12 Uhr.
Bad Nauheim: Bahnhof, 11 Uhr.
Büdingen: Stadthalle, 11 Uhr.
Hanau: Marktplatz, 12 Uhr.
Darmstadt: Karolinenplatz, 12 Uhr.
Mainz: Theodor-Heuss-Brücke, 14 Uhr.
Groß-Gerau: Marktplatz, 17 Uhr.
Rüsselsheim: Rosengarten, 16 Uhr.

Stattdessen richteten sich politische Entscheidungen nach Profitinteressen der Wirtschaft, die auf fossile Energieträger setze. „Der zerstörerische Einfluss von Öl- und Kohlekonzernen, Automobil- und Agrarindustrie zeigt: Solange wirtschaftliche Interessen einen derart großen Einfluss auf Politik haben, bleibt eine klimagerechte Zukunft unmöglich“, sagt die Frankfurter „Fridays“-Sprecherin Jana Voges.

Das Diktat des Wachstums auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen führe in die ökologische Katastrophe. „Klimagerechtigkeit steht nicht auf dem Wahlzettel, sondern muss auf der Straße erkämpft werden“, sagt Aktivist Paul Brandes.

An den Protesten beteiligen sich viele Organisationen. So ruft etwa der Frankfurter Ernährungsrat zum Mitstreiken auf. Die Politik rede weltweit „um den heißen Brei herum, anstatt endlich der Krise entsprechend zu handeln“, bemängelt der Ernährungsrat: „Die Große Koalition hat in den letzten Jahren wenig bewegt, im Gegenteil – der Umbau der Energiewirtschaft wurde sogar gebremst und blockiert. Alte Technologien bleiben am Netz und sollen viel zu spät abgeschaltet werden.“ Deshalb wollen der Ernährungsrat, die Initiative Gemüseheldinnen und der Verein Bionales – Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung am Freitag gemeinsam mit den „Fridays“ laut sein. „Bringt gerne noch Kochlöffel und Töpfe mit oder verkleidet euch als Gemüse oder Pflanze.“

20 000 Menschen erwarten die Frankfurter Grünen zur Demo in der Stadt. „Diese Wahl ist eine Klimawahl, die die letzte Bundesregierung hervorbringt, die noch aktiv Einfluss auf die Klimakrise nehmen kann“, heißt es in ihrer Pressemitteilung. Grünen-Kreisverband und Grüne Jugend laden für die Zeit nach der Demo in ein sogenanntes Barcamp im Neuen Frankfurter Garten am Danziger Platz ein. Von 17 Uhr an werden dort Grünen-Direktkandidat:innen Deborah Düring und Omid Nouripour erwartet, der Umweltphysiker Joachim Curtius, Vertreter:innen der Initiative Grüne Lunge und der Gemüseheldinnen.

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