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Frankfurt: Lauf-Event vor toller Kulisse

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Von: Timur Tinç

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Organisator Björn Steinmetz (2. von rechts vorne) führt den Lauftrupp an.
Organisator Björn Steinmetz (2. von rechts vorne) führt den Lauftrupp an. © christoph boeckheler*

Bei den zweiten Frankfurter Runden am 29. Mai sollen Menschen in Bewegung gebracht werden. Kritik gibt es an der Höhe des Startgelds. Organisator Björn Steinmetz betont, dass das Angebot für die Läuferinnen und Läufer erhöht wurde.

Jahrelang fristeten Mike Josefs Laufschuhe ein einsames Dasein. Am Freitagmorgen hat der Frankfurter Sportdezernent sie aus dem Schrank herausgeholt und an die Weseler Werft mitgebracht. „Die zehn Kilometer packe ich aber nicht“, sagt der SPD-Politiker schmunzelnd. Zehn Kilometer ist die Mindestdistanz, die alle Laufbegeisterten am 29. Mai zurücklegen können. Bei den „Frankfurter Runden“, wie sich das Laufevent nennt, sind aber auch 20, 30, 40 oder 50 Kilometer möglich.

Das Angebot erhöht

Voriges Jahr nahmen rund 250 Menschen teil, diesmal erwartet Organisator Björn Steinmetz bis zu 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Uns ging es nach der pandemiebedingten Pause darum, den Laufsport wieder zu aktivieren“, erklärt Steinmetz. Dafür habe es sich angeboten, die Frankfurter Runde um den Main wiederzubeleben und speziell Breitensportler:innen anzusprechen.

Mitmachen

Informationen zur Anmeldung gibt es unter: frankfurter-runden.de

Von einem Lauf „vor der schönsten Kulisse Deutschlands“, schwärmt Ferdinand Huhle, der Kommunikationschef von Mainova. Der Energieversorger ist Titelsponsor des Events und beteiligt sich mit 20 000 Euro. „Die Frankfurter Runden stehen für mich als Symbol für eine bewegungsfreundlichere Stadt“, sagt Sportkreis-Vorsitzender Roland Frischkorn. Man habe lange die Kilometrierung am Mainufer gefordert. „Das hat einige Jahre gedauert, aber wir haben sie.“

Wer teilnehmen möchte, muss ein Startgeld von 36 Euro bezahlen. Steigt die Teilnemer:innenzahl über 500, beträgt die Gebühr 42 Euro, bei mehr als 1500 werden es 49 Euro. „Grundsätzlich ist das eine gute Sache, aber der Preis ist ein bisschen happig für zehn Kilometer“, findet Martina Blank, Triathletin bei Eintracht Frankfurt, die am Freitag mit einigen anderen am ersten offiziellen Trainingslauf teilnimmt. Kollegin Silke Herrmann war 2020 als einzige Frau die 50- Kilometer-Stecke gelaufen und hält die Gebühr für sie „als Ultraläuferin“ für angemessen. Um mehr Menschen in Bewegung zu bringen, sei es jedoch ein Hindernis.

Gabi Baltruschat vom Laufverein Spiridon Frankfurt hält dem entgegen, dass andere Lauf-events zwar kostengünstiger seien, aber im Wald stattfänden und nicht mitten in der Stadt. „Es ist schon was Besonderes, über die Brücken zu laufen, am Main entlang, mit Blick auf die Skyline“, ergänzt ihr Teamkollege Lothar Esser. Er lerne beim Laufen immer neue Leute kennen, und das könne auch für Menschen, die nicht aus Frankfurt kommen, ein Anreiz sein.

„Wir sind in einer Großstadt und müssen einen gewissen Preis nehmen“, erwidert Steinmetz auf die Kritik. „Wir haben aber auch das Angebot erhöht.“ Es gibt ein kostenloses T-Shirt, zwei Verpflegungsstationen auf der Strecke, Zielverpflegung, einen medizinischen Hilfsdienst, professionelle Zeitmessung und einiges mehr. „Man kann wettkampforientiert laufen oder das Ganze als gut organisierten Trainingslauf angehen.“

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