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Vor den Schnelltest-Zentren, hier die Einrichtung am Merianplatz auf der Bergerstraße im Nordend, bilden sich Warteschlangen.
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Vor den Schnelltest-Zentren, hier die Einrichtung am Merianplatz auf der Bergerstraße im Nordend, bilden sich Warteschlangen.

Corona-Pandemie

Frankfurt: Lange Schlangen vor den Testcentern

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Die seit Donnerstag in Hessen geltenden schärferen Corona-Regeln lassen den Bedarf nach Schnelltests ansteigen. Vor den Testcentern bilden sich zum Teil lange Schlangen.

Nach der Einführung deutlich schärferer Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie in Hessen ist die Nachfrage nach Corona-Schnelltests in Frankfurt und anderen Städten spürbar gestiegen. „Es ist wirklich extrem viel los, die Leute stehen zum Teil Schlange“, sagte Lutz Kleinwächter der Frankfurter Rundschau. Kleinwächter ist zuständig für die sieben Corona-Testcenter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Frankfurt und im Main-Taunus-Kreis. Er meint, man spüre das größere Interesse gerade an den kostenlosen Bürgertests „sehr, sehr deutlich“.

Beim ASB melden sich laut Kleinwächter zudem immer mehr Unternehmen, die vor ihren Büros teils mehrere Hundert Mitarbeiter:innen testen lassen wollten. Die Anfragen kämen aus ganz unterschiedlichen Branchen. „Die Firmen müssen suchen, wie sie ihre Leute getestet bekommen“, so Kleinwächter. In einigen Branchen, etwa im Baugewerbe, scheine die Impfquote in der Belegschaft zum Teil eher gering zu sein, was die Unternehmen vor große Probleme stelle.

Das gestiegene Interesse an Schnelltests ist auch dadurch zu erklären, dass seit Mittwoch eine bundesweite 3G-Regel am Arbeitsplatz gilt. Es dürfen nur noch Mitarbeiter:innen zu ihren Arbeitsstätten, die gegen das Coronavirus geimpft, von einer Infektion genesen oder tagesaktuell negativ getestet sind. In Innenräumen von Restaurants und Geschäften in Hessen gilt für Gäste die sogenannte 2G-Regel, aber in vielen Bereichen, etwa in Kultureinrichtungen, müssen selbst Geimpfte und Genesene einen negativen Test vorlegen.

Corona-Regeln

Informationen zu den seit Donnerstag in Hessen geltenden Maßnahmen im Internet unter www.hessen.de/Handeln/Corona-in-Hessen

Dennis Weisenstein, Filialleiter der „5K Apotheke“ in der Kaiserstraße, schilderte der FR ebenfalls, dass die Nachfrage nach Corona-Tests deutlich zunehme. „Wir haben aber keine Schlangen, weil wir Termine vergeben“, so Weisenstein. Man habe die Testkapazitäten „massiv ausgebaut“, seit die Bürgertests wieder für alle kostenlos seien. Eine Sprecherin des Unternehmens Centogene, das Testcenter am Frankfurter Flughafen und im Einkaufszentrum „My Zeil“ betreibt, sagte der FR dagegen, dass aktuell „kein großer Anstieg“ bei der Nachfrage zu verzeichnen sei. Das hänge aber damit zusammen, dass Centogene nur kostenpflichtige Tests anbiete, die vor allem von Flugreisenden genutzt würden.

Im Frankfurter Stadtbild fallen unterdessen zunehmend Menschenansammlungen vor Testcentern auf. Am frühen Mittwochabend standen Testwillige in langen Schlangen etwa vor mehreren Teststationen im Gallusviertel und in Niederrad, am Donnerstagmorgen herrschte bei den Testmöglichkeiten im Einkaufszentrum „Skyline Plaza“ oder auch an der Ludwig-Erhard-Anlage reger Betrieb.

Das Frankfurter Ordnungsamt bemüht sich derweil darum, die Einhaltung der verschärften Corona-Regeln zu kontrollieren. „Unser Fokus ist Corona“, sagte Behördensprecher Michael Jenisch der FR. Man überprüfe mit großem personellem Aufwand Gewerbebetriebe, Gaststätten und den Weihnachtsmarkt, die Stadtpolizei sei aktuell „überwiegend“ mit diesen Kontrollen beschäftigt. Bislang stelle man relativ wenige Verstöße gegen die Auflagen fest, so Jenisch. Gerade in der Gastronomie stoße man bei Betrieben und Besucher:innen sogar überwiegend auf großes Verständnis. „Auch Gastwirte bedanken sich für Kontrollen, was uns die Arbeit natürlich angenehmer macht. Wir bekommen ein sehr positives Feedback.“

Neben der Pflicht zu 3G am Arbeitsplatz gilt diese Regel seit Mittwoch auch in Bussen und Bahnen sowie in Alten- und Pflegeheimen. Zu Freizeit- und Kultureinrichtungen, Sportstätten, Theatern, Museen und Hotels haben in der Regel nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Ausnahmen gibt es für Kinder und Jugendliche sowie für Supermärkte und Frisörläden.

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