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Frankfurt: Landtagspräsidentin Astrid Wallmann besucht Paulskirche

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Von: Kathrin Rosendorff

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Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (4.v.li.) zu Besuch in der Paulskirche.
Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (4.v.li.) zu Besuch in der Paulskirche. © christoph boeckheler*

Die neue Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) besucht die Paulskirche, weil diese 2023 175-jähriges Jubiläum feiert. Aber auch informiert sie sich über die Arbeit des Bürgervereins „Demokratieort Paulskirche“ und das geplante Hause der Demokratie.

Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) klickt sich begeistert durch die neue Dauer-Ausstellung in der Wandelhalle der Paulskirche. Sie steht am Mittwoch an einer der interaktiven Schautafeln an der Fensternische. Wallmann schaut sich die Architektur-Geschichte des Präsidentenzimmers an, das 1952 fertiggestellt wurde, obwohl da schon feststand, dass Bonn und nicht Frankfurt Hauptstadt der Bundesrepublik ist. Die 43-Jährige, die erst wenige Monate im Amt ist, würde gerne viel mehr klicken und wissen. Aber sie hat nur eine Stunde Zeit in Frankfurt.

Auf ihrer Sommerreise besucht sie die Paulskirche nicht nur, weil dort im nächsten Jahr 175 Jahre Nationalversammlung gefeiert wird und es ein geschichtsträchtiger Ort sowie ein „Symbol für Freiheit, Einheit und Demokratie in Deutschland ist“. Sie will auch mehr über die Arbeit des 2021 gegründeten Bürgervereins Demokratieort Paulskirche erfahren. Beim Schnelldurchlauf durch Ausstellung und Gebäude begleitet sie neben Kurator Philipp Sturm auch Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) und die Vorsitzende des Bürgervereins, die ehemalige Bundestags- und Landtagsabgeordnete Bettina Wiesmann: „Es ist eine große Ehre, dass die Landtagspräsidentin auf ihrer ersten Sommertour die Paulskirche und unseren Verein besucht.“

Der CDU-nahe Bürgerverein organisiert Vorträge und macht Vorschläge zur geplanten Sanierung der Paulskirche und zum Neubau des Hauses der Demokratie. Wiesmann betont, ihr Ziel sei es, die Grundlage der Demokratie allen Menschen nahezubringen. „Gibt es schon Pläne, wo das Haus der Demokratie sein wird?“, fragt Wallmann. Eskandari-Grünberg sagt, sie habe einen Lieblingsort, den sie noch nicht verraten möchte. Mehrere Orte sind in der Diskussion: Es gibt eine Expertenkommission sowie einen „Bürgerbeteiligungsprozess“ im Herbst, wo alle Frankfurter:innen ihre Ideen einbringen können. Das finale Konzept soll Ende Januar, Anfang Februar 2023 stehen. Das sagt Stefan Jäger, Referent des Oberbürgermeisterbüros.

Am Ende überreicht Wallmann dem Bürgerverein für sein Engagement für die Demokratie, das nicht selbstverständlich sei, einen Scheck von 500 Euro aus Lottomitteln der Kanzlei des Landtages. Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg betont, dass sie bald nach Wiesbaden und nach Berlin reisen will. Sie wünscht sich, dass in Frankfurt auch Sitzungen des europäischen Parlaments stattfinden. Aber als Erstes müssten Land und Bund bereit sein, die Stadt nicht nur symbolisch, sondern auch finanziell zu unterstützen.

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