+
Vollmachen, bitte: Stromtankstelle am Palmengarten. 

Verkehr

Frankfurt: 360 Ladesäulen für Elektroautos

  • schließen

Eine Firma will Hunderte Ladestationen aufstellen. Der Anteil von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden in Frankfurt liegt derzeit bei unter einem Prozent.

Ein privater Anbieter will in Frankfurt bis zu 360 Ladesäulen für Elektroautos aufstellen. Das teilte der Magistrat mit und bezog sich auf ein Schreiben des Unternehmens. Bei dem Anbieter handelt es sich um die Allego Deutschland GmbH. Sie wolle 280 Normalladesäulen mit Wechselstrom und 80 Schnellladesäulen mit Gleichstrom errichten. Mit Wechselstrom dauert das Laden sechs bis acht Stunden, mit Gleichstrom eine halbe Stunde. Darüber hinaus wolle das städtische Energieunternehmen Mainova weitere Ladesäulen platzieren – wie viele, wurde aber nicht bekannt.

Um das private Engagement zu fördern, verzichtet die Stadt auf eine Verwaltungs- und eine Gestattungsgebühr für das Aufstellen der Ladesäulen. Diese sollen, wie aus einem neuen Leitfaden hervorgeht, an Parkplätzen installiert werden. Möglich sei die dies an Längs- und Schrägparkplätzen. In der Nähe von Parkhäusern sollten die Ladesäulen in diesen Parkhäusern unterkommen.

Die Standorte sollen die Firmen selbst mitteilen. Die Stadt führe keine entsprechende Vorauswahl durch. Auch verzichte sie darauf, eine städtische Ladeinfrastruktur aufzustellen und zu betreiben. Dies sei mit zu hohen Kosten verbunden. Auch würde keine Ausschreibung für das Errichten der Ladesäulen durchgeführt, unter anderem, weil dies zu lange dauere. Anbieter können sich direkt per E-Mail an das Amt für Straßenbau- und Erschließung wenden (sondernutzungen.amt66@stadt-frankfurt.de), um Standorte prüfen zu lassen. Danach sei ein Antrag beim zuständigen Netzbetreiber zu stellen. Die Stadt Frankfurt übernehme die Beschilderung und die Markierung der Ladeparkplätze.

Diese sollten 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche zugänglich sein. Der Betreiber müsse ebenfalls rund um die Uhr erreichbar sein, falls Probleme auftreten. Beim Laden soll die Säule blau leuchten, bei Abbruch des Ladevorgangs rot. Die Ladesäulen sollen über entsprechende Leuchtdioden verfügen. Elektrofahrzeuge sollen während des Ladevorgangs frei parken dürfen. Auf dem Boden wird ein Elektroautosymbol aufgebracht. An Behindertenparkplätzen werden keine Ladesäulen errichtet.

Derzeit gibt es in Frankfurt laut Wirtschaftsförderung rund 50 öffentlich zugängliche Ladesäulen mit etwa 100 Steckern. Von den aktuell gemeldeten 429 703 Fahrzeugen in Frankfurt werden nach Angaben des Ordnungsamts 1358 rein elektrisch und 1259 hybrid betrieben. Der Anteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden (2617 Fahrzeuge) entspricht damit 0,6 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare