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Frankfurt: F°Lab Festival bietet Kunst in vielen Formen

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Von: Katrin Bischoff

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„With these Hands“ will mit überdimensionalen Köpfen eine Welt mit fremden und mythologischen Wesen schaffen. Andreas Waldschütz
„With these Hands“ will mit überdimensionalen Köpfen eine Welt mit fremden und mythologischen Wesen schaffen. Andreas Waldschütz © Dominik Mentzos

Programm aus Konzerten, Theaterstücken und Choreografien. Karten haben keine festen Preise.

Dieses Jahr findet wieder das F°LAB Festival for Performing Arts statt. An vier Festivaltagen vom 30.6. bis zum 3.7. wird dort ein interdisziplinäres Programm aus Konzerten, Performances, Choreografien, Theaterstücken und Installationen gezeigt. Das Festival soll einen Einblick in die Diversität des Frankfurt Lab und der Partnerinstitutionen des Projekts bieten. Mit dabei sind Künstler:innen aus dem Mousonturm, der Dresden Frankfurt Dance Company, dem Ensemble Modern, der hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt.

Noch vor der offiziellen Eröffnung am kommenden Donnerstag finden an diesem Wochenende, 25. und 26. Juni, sogenannte Warm-ups statt. Von diesem Samstag bis Montag, jeweils 20 Uhr, ist im Gebäude des Frankfurt Lab in der Schmidstraße 12 die Vorstellung „Traces“ von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company zu sehen. Hier haben vier verschiedene Choreograf:innen zusammen- gearbeitet und das Stück immer wieder verändert, so dass alle verschiedene Ideen eingebracht haben. Am Sonntag gibt es noch ein Warm-up mit der britisch-deutschen Musikgruppe „Tedious Work“. „Die Kompositionen sollen erst mit der Aufführung fertig werden“, sagt Leander Ripchinsky, einer der Musiker. Bei ihrem Song „Bad Connection“ fordern sie das Onlinepublikum auf, mit ihrem Gerät an den Punkt mit der schlechtesten Internetverbindung in ihrer Umgebung zu gehen. Der Auftritt ist kostenfrei über die Website des Mousonturms per Zoom-Raum erreichbar.

Nächste Woche Donnerstag, 30. Juni, wird das Festival dann offiziell eröffnet mit „With these hands“. Hier treten Tänzer:innen und Musiker:innen gemeinsam auf der Bühne auf, um ein besonderes Stück zu schaffen. Der Choreograf und Konzeptionist Jacopo Godani hat dabei besonders gern mit dem „Ensemble Modern“ zusammengearbeitet. Dieses liefert live die Musik zu dem Stück. Die viele Zeit zum Experimentieren habe ihm sehr gefallen.

das festival

Das F°LAB, Festival for Performing Arts, läuft von Donnerstag, 30. Juni, bis Sonntag, 3. Juli, an verschiedenen Veranstaltungsorten, darunter im Mousonturm in der Waldschmidtstraße.

Tickets kosten zwischen 5 Euro und 30 Euro. Das Preissystem ist solidarisch, die Zuschauer:innen können also den Preis selbst wählen. Die Kasse öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen.

Das ausführliche Programm und Karten sind online erhältlich. prjb

www.flabfestival.com

Danach gibt es dann jeden Tag verschiedenste Produktionen zu unterschiedlichen Themen. „To see Climate (Change)“ am nächsten Freitag um 18 Uhr im Mousonturm setzt sich beispielsweise mit der Beziehung von Mensch und Umwelt auseinander.

Am Samstag um 18 Uhr zeigt Sahar Rezaei ihr Theaterstück „Happy Birthday“ im Frankfurt Lab. Sie nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine Reise durch die letzten 30 Jahre, erzählt von ihrem Leben und zeigt Bilder und Videos, die zu den Situationen passen. Es soll um Erfahrungen gehen, die alle Zuschauer:innen in ihrem Leben schon gemacht haben. Am Ende stellt sich heraus: „Ich gucke die Zuschauer an, nicht sie mich“, sagt sie.

Aber nicht nur die Räume des Frankfurt Lab oder auch der Mousonturm sollen für das Festival genutzt werden. In der Kirche „Maria hilf“ gibt es am Freitag, 1. Juli, um 19.30 Uhr Musik vom „Ensemble Modern“, dem Hochschulorchester der Hochschule für Musik und darstellende Kunst und Michael Wendeberg. Sie nehmen sich den Werken des französischen Komponisten Olivier Messiaen an.

Außerdem wird die Gruppe „Mobile Albania“ auf der Frankenallee mit „Die Kollektion“ jeden Tag von 15 bis 21 Uhr Kleidung anpassen, ändern und anprobieren. Nach der Idee: „Was brauchst du, um dich in der Stadt zu bewegen?“ Zum Beispiel besonders lange Ärmel, damit überall, wo man hingeht, die Stadt etwas sauberer ist.

Das Frankfurt Lab organisiert das F°LAB Festival seit 2017 alle zwei Jahre, musste es aufgrund der Coronapandemie im Jahr 2021 aber absagen.

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