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Frankfurt: Veganer Cappuccino im neuen Pop-Up-Café - Hafermilch von Kevin Trapp

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Von: Stefan Behr

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Veganen Cappuccino mit Hafermilch gibt es jetzt im neuen Pop-Up-Café im Frankfurter Kunstverein.
Veganen Cappuccino mit Hafermilch gibt es jetzt im neuen Pop-Up-Café im Frankfurter Kunstverein. © Monika Müller

Im Frankfurter Kunstverein gibt‘s jetzt Cappuccino – neu ist das allerdings nicht, bis auf die Hafermilch.

Veganer Cappuccino mit Hafermilch von Eintracht-Torhüter Kevin Trapp! Wenn jemand die Monsterwelle des Zeitgeists reitet, dann die Betreiber des Pop-up-Cafés im Steinernen Haus des Kunstvereins, das seit gestern seinen Gästen unter anderem veganen Cappuccino kredenzt. Mit Hafermilch von Kevin Trapp! Gestern noch in Barcelona, heute schon im Kaffee. „Wir wollen zeigen, was regional möglich ist“, sagt Aleg Derksen, der mit seinem Team jetzt erst einmal für zwei Monate die Gastronomie im Steinernen Haus übernommen hat. Vielleicht auch für länger, „wenn das gut funktioniert“.

Aus gastronomischer Sicht ist der Standort, quasi das Pförtnerhaus zwischen Römerberg und neuer Altstadt, wohl das, was Hafermilchtrinkende als Premiumlocation und Menschen aus dem Draußen-nur-Kännchen-Zeitalter als Goldgrube bezeichnen würden. Wenn Derksen von seinen gastronomischen Vorstellungen spricht, dann wird schnell klar, dass er mit Begeisterung bei der Sache ist. Oft fällt das Wort „Nachhaltigkeit“, und auf jeden Fall war Derksen nachhaltig an der Pacht interessiert. Bereits vor zwei Jahren hatte er sich beim Kunstverein beworben, „aber dann kam Corona dazwischen“.

Neues Pop-Up-Café in Frankfurt: Ausstellungsräume des Kunstvereins

Vor zwei Jahren gab es da freilich noch ein ganz anderes virulentes Problem, nämlich die alten Pächter, die jahrelang ein Café im Kunstverein betrieben hatten – und das durchaus nicht ohne Erfolg. Aber im März vergangenen Jahres meldete das „Journal Frankfurt“ nicht ohne Bedauern: „Die Cafébar im Kunstverein wird nach dem Lockdown nicht wieder öffnen. Der Pachtvertrag wurde nicht verlängert. Ab Mai werden die Räume wieder als Ausstellungsräume des Kunstvereins genutzt“.

Warum der Pachtvertrag damals nicht verlängert wurde, war nicht so ganz klar. Das „Journal Frankfurt“ zitierte einen der Betreiber, Niels Lehne: „Wir haben schon früh das Gespräch gesucht und uns schließlich sogar komplett neu beworben. Aber leider war die Kommunikation mit dem Kunstverein mehr als schwierig.“ Und Jutta Käthler, Pressesprecherin des Kunstvereins, erklärte damals, dass „die Räumlichkeiten vorerst nicht mehr für die Gastronomie“, sondern „wieder als Ausstellungsfläche genutzt“ werden würden. Wenn auch nicht ohne Hintertür: „Die Küche bleibe in jedem Fall erhalten.“

Frankfurt: Nachhaltigkeit steht bei neuem Pop-Up-Café im Vordergrund

Was natürlich ein ordentliches Stück Glück für die neuen Pächter ist – die an dem seltsamen Pachthickhack des vergangenen Jahres ohnehin keine Schuld trifft. Und denen es zu wünschen wäre, dass ihr Pop-up-Café sich dauerhaft etablieren kann, denn eines ist mal klar: Die Idee eines Pop-ups und die von Nachhaltigkeit stehen sich diametral und unversöhnlich gegenüber.

Bislang kann die Speisekarte des Cafés nur via QR-Code gescannt werden. Das soll sich nun ändern. Damit jeder lesen kann, dass Trapps Hafermilch 50 Cent extra kostet. Aber die zahlt man gerne. Weil sie nachhaltig gleich zwei guten Sachen dienen: dem Tierwohl und Eintracht Frankfurt. (Stefan Behr)

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