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Künstler:innen zeigen ihre Werke – wie hier auf der BBK-Jahresschau in der Paulskirche. markus elsner
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Künstler:innen zeigen ihre Werke – wie hier auf der BBK-Jahresschau in der Paulskirche. markus elsner

Frankfurt

Frankfurt: Kunst von der Nachkriegszeit bis heute

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Der BBK Frankfurt feiert sein 75-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest und der Ausstellung „Wir“

Ob Malerei, Zeichnungen, Bildhauerei, Druckgrafik oder Fotografie: Rund 120 Kunstschaffende aus dem Rhein-Main-Gebiet präsentieren ihre Werke in der Jubiläumsschau „Wir“, mit der der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK Frankfurt heuer sein 75-jähriges Bestehen feiert. Zum Auftakt lädt er für Samstag ein zum großen Fest mit Vernissage.

Eintritt

„Wir – 75 Jahre BBK Frankfurt“ ist von Samstag, 18. September, bis Sonntag, 10. Oktober, in der Galerie der Bildenden Künstler des BBK Frankfurt, Hanauer Landstraße 89, zu sehen.

Mit einem Jubiläumsfest mit Vernissage wird die Ausstellung am Samstag, 18. September, 18 Uhr, eröffnet.

Besucht werden kann die Schau zu den Öffnungszeiten der Galerie freitags und samstags von 16 bis 19 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr und montags von 17 bis 20 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

www.bbk-frankfurt.de

Im nunmehr zweiten Corona-Jahr blicke der BBK Frankfurt auf „eine schwierige jüngste Vergangenheit, aber auch auf eine spannende und von zahlreichen bemerkenswerten Kunstereignissen bestimmte Geschichte seit seiner Gründung 1946 zurück“, beschreibt es der Fotokünstler und BBK-Sprecher Markus Elsner. Bald nach dem Zweiten Weltkrieg, am 1. Dezember 1945, hätten sich die Künstler Wilhelm Kersting, Fritz Fischer und Oskar Ufert an die Militärregierung in Frankfurt gewandt und die Gründung eines Berufsverbandes beantragt. Ein halbes Jahr später, am 14. Juni 1946, war Gründungsversammlung des BBK Frankfurt, der nur drei Monate danach bereits 116 Mitglieder zählte, wie Elsner berichtet. In der Nachkriegszeit habe sich die Arbeit zunächst um ganz existentielle Bedürfnisse seiner Mitglieder gedreht. „Der BBK hat sich dafür eingesetzt, Wohnungen, Lebensmittel und Brennstoffe zu beschaffen, danach erst ging es um Ateliers und Ausstellungen.“

Im Laufe der Jahrzehnte etablierte sich der Verband in der Stadt sowie in der Region, heute gehören ihm etwa 320 Künstlerinnen und Künstler sämtlicher Disziplinen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet an. Er wird vom Kulturamt Frankfurt gefördert und hat einen festen Platz im Kulturleben der Stadt eingenommen, etwa mit den jährlichen Ausstellungen in den Römerhallen und der Paulskirche beim Frankfurter Weihnachtsmarkt, zum Museumsuferfest oder zur Luminale. Der „Weihnachtsmarkt Frankfurter Künstler“ blickt sogar auf eine noch längere Geschichte zurück als der BBK. Es waren schwere und kalte Zeiten, als am 16. Dezember 1922 erstmals die Pforten der Römerhallen für die Kunst öffneten. Trotz eines inflationsbedingt hohen Eintrittspreises strömten die Menschen in die geheizten Hallen, um sich an den Werken und einem heißen Tee zu erwärmen. Die Nationalsozialisten definierten den Künstlerweihnachtsmarkt in ihrem Sinne um, 1947 sei er „wiederbelebt worden“, sagt Markus Elsner. Bis heute organisiert der BBK die Veranstaltung im Römer.

Auf ein Dreivierteljahrhundert blickt der Verband, der heute Kunstschaffende aus mehr als 30 Nationen verbindet, nun zurück, auch über die zuweilen turbulente Geschichte gibt es allerlei Wissenswertes auf der Jubiläumsausstellung zu erfahren. Im Laufe des Winters soll zudem ein Buch über die Historie des BBK erscheinen.

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