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Frankfurt

Frankfurt: Kundgebung gegen Franco A.

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der unter Terrorverdacht stehende Franco A. ist seit mehreren Semestern in Frankfurt eingeschrieben. Ein Bündnis fordert nun die Uni-Leitung dazu auf, ihre Studierenden zu schützen.

Das studentische Bündnis „Nazifreier Campus“ fordert die Leitung der Goethe-Universität dazu auf, Studierende besser vor dem unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. zu schützen.

Franco A. studiert seit mehreren Semestern Jura an der Goethe-Universität. Gegen ihn läuft ein Verfahren vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt. A. ist wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm darüber hinaus Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Sprengstoffgesetz und Betrug vor; er hatte sich als syrischer Geflüchteter ausgegeben.

Furcht vor rechter Gewalt

„Ob per Betretungsverbot oder durch andere Schutzmaßnahmen: Gerade von Rassismus und Sexismus Betroffenen sowie Opfern rechter Gewalt muss es möglich sein zu studieren, ohne dabei den Bedrohungen bewaffneter Nazis ausgesetzt zu sein“, sagte Kim Elser, eine Sprecherin des Bündnisses. Das Bündnis fordert von der Unileitung, den eigenen Leitlinien gerecht zu werden und sich deutlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu positionieren. Das Präsidium müsse die Bedrohung, die von Franco A. ausgehe, ernst nehmen und die Studierenden vor rechter Gewalt schützen, sagte Elser.

Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, hatte im FR-Interview gesagt, „in unserem Leitbild positionieren wir uns ganz klar gegen Rassismus, gegen Nationalismus, gegen Antisemitismus“. Die Hochschule gehe gegen Personen und Initiativen vor, die gegen die Werte des Leitbilds agierten. „Eine Hochschule kann einzelne Mitglieder nicht aus Gesinnungsgründen oder gleichsam präventiv ausschließen - das verstieße gegen das Grundgesetz“, sagte er zudem.

Die Kundgebung gegen die Präsenz von Franco A. auf dem Unicampus findet am Donnerstag, 28. Oktober, 11.30 bis 14 Uhr, am Theodor-W.-Adorno-Platz statt. An diesem Tag wird auch der Prozess fortgesetzt.

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