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Frankfurt: Kulturzentrum im Berger Kino

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Von: Florian Leclerc

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Das Berger Kino auf der Berger Straße könnte zu einem kulturellen Treffpunkt werden.
Das Berger Kino auf der Berger Straße könnte zu einem kulturellen Treffpunkt werden. © Monika Müller

Das Berger Kino musste Anfang des Jahres wegen Insolvenz schließen. Doch Kultur soll es dort weiter geben.

Das Berger Kino soll zu einem Kultur- und Kommunikationszentrum werden. Anfang des Jahres wurde das Kino insolvent. Betreiber Harald Metz legte ein Konzept für die weitere Nutzung vor. Dieses Konzept gelte es nun, „tragfähig“ weiterzuentwickeln, teilte der Magistrat in einer Stellungnahme mit.

Zuvor hatte der Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) sich dafür eingesetzt, dass aus dem Berger Kino ein offener Ort der kulturellen Begegnung werden soll. Wie der Magistrat weiter mitteilte, sei die Liegenschaft in der Berger Straße 177 seit fast 160 Jahren ein Ort der Kultur und Begegnung, zuletzt mehr als 70 Jahre als Kino unter dem Namen Berger Kino.

Theater, Varieté, Livemusik, Bewegtbild möglich

Ein Kultur- und Kommunikationszentrum trage zur Bereicherung des Stadtteils Bornheim und des Stadtteilzentrums Berger Straße bei. Die Idee von Harald Metz umfasse ein vielfältiges Angebot an kulturellen Nutzungen für Theater, Varieté, Livemusik, Bewegtbild. „Diese neue Ausrichtung als vielfältiges Kulturzentrum und Begegnungsort kann dazu beitragen, die Attraktivität des Ortes zu erhalten“, heißt es. In einem Brief an Harald Metz zeigte sich Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) begeistert von dem Konzept für das Berger Kino.

„Ein Verlust der Kulturinstitution wäre nicht nur für den Stadtteil, sondern für die ganze Stadt Frankfurt am Main sehr schmerzhaft“, so Frank. Eine Neuausrichtung könne den Ort in eine neue Zeit führen und einen Mehrwert für die ganze Stadtgesellschaft darstellen.

Als Ansprechpartnerin stehe die Wirtschaftsförderung der Stadt bereit. Sie könne helfen, aus den verschiedenen Gründungs- und Fördermittelangeboten das Richtige herauszusuchen.

Bedarf an Programmkinos

Aus Sicht des Stadtschulamts kann ein Kulturzentrum im Berger Kino den Kindern, Jugendlichen und Schulen zugutekommen. „Einen weiteren Raum für Kinder- und Jugendprojekte zur Verfügung zu haben, wäre für die Jugendhilfe in der Schule eine positive Entwicklung“, heißt es in der Stellungnahme des Magistrats.

Metz soll mit den möglichen Kooperationspartner in Kontakt treten. Das Kulturamt legte in der Stellungnahme Wert darauf, dass trotz der Insolvenz weiterhin ein Markt für Programmkinos bestehe.

„Das Interesse am Medium Film als gemeinschaftliches Kulturerlebnis im öffentlichen Raum in Programmkinos und in Form von Filmfestivals hat zumindest bis zum Beginn der Pandemie in Frankfurt keineswegs durchgängig ab-, sondern teilweise sogar zugenommen“, heißt es.

In den bevölkerungsreichen Stadtteilen nördlich und östlich der City gebe es mittlerweile nur noch das „Mal Seh’n“-Kino als Programmkino.

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