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Frankfurt: Kulturszene soll sparen

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Von: Florian Leclerc

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In Frankfurt wird unter anderem die Naxhoshalle mit dem Theater Willy Praml und dem Studio Naxos von der Stadt gefördert.
In Frankfurt wird unter anderem die Naxhoshalle mit dem Theater Willy Praml und dem Studio Naxos von der Stadt gefördert. © Renate Hoyer

In Frankfurt trägt die zuständige Kulturdezernentin Ina Hartwig die Sparmaßnahmen im Haushaltsentwurf mit, will die Kulturszene aber vor „irreparablen Schäden“ bewahren.

In Frankfurt macht das Kulturdezernat derzeit keine konkreten Angaben, bei welchen Institutionen mit welchen Beträgen in diesem und den kommenden Jahren gespart werden soll.

„Bei dem aktuellen Haushaltsentwurf handelt es sich um eine Bestandsaufnahme für 2022. Inwiefern die ab 2023 aufgeführten Sparvorgaben tatsächlich zu realisieren sind, hängt auch von der zukünftigen Einnahmesituation ab. Bereits 2023 kann sich die Haushaltslage anders darstellen“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Laut Haushaltsentwurf liegt der Etat für das Dezernat Kultur und Wissenschaft in diesem Jahr noch bei 172 Millionen Euro. Von 2023 bis 2025 soll die Summe auf 155 Millionen Euro sinken.

Sparmaßnahmen betreffen alle Sparten

Allein bei den Städtischen Bühnen sind von 2023 bis 2025 jährliche Kürzungen zwischen 6,9 und 7,4 Millionen Euro vorgesehen. Auf Anfrage wollten sich die Sprecherin des Schauspiels und der Sprecher der Oper wegen der laufenden Gespräche mit dem Kulturdezernat nicht zu den anstehenden Kürzungen äußern. Es ist also unklar, welche Änderungen im Spielplan das nach sich zieht.

Weitere Kürzungen, die alle von der Stadt geförderten Kultureinrichtungen betreffen, sind im Haushaltsentwurf unter „pauschale Konsolidierung“ subsumiert. 2022 werden demnach sieben Millionen Euro pauschal konsolidiert, 2023 sind es etwa 21 Millionen Euro, 2024 und 2025 jeweils rund 22 Millionen Euro.

Das betrifft voraussichtlich alle von der Stadt geförderten Kultureinrichtungen wie die Alte Oper, Mousonturm, Schirn, freie Theater, Kunstvereine, Musikgruppen.

„Mit den verkürzten Öffnungszeiten der städtischen Museen leistet der städtische Kulturbereich bereits einen ersten, sehr konkreten und schmerzhaften Beitrag“, sagte Hartwig. Sie werde die „notwendigen Sparmaßnahmen“ weiter unterstützen, aber „ohne die bestehende kulturelle Infrastruktur unserer Stadt dauerhaft zu beschädigen“. Die Kulturszene in Frankfurt müsse vor „irreparablen Schäden“ bewahrt bleiben.

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