Kultur

Frankfurt: Kulturgärten nur vor Clubs

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Nach Querelen mit Anwohnern werden keine öffentlichen Plätze in der Innenstadt bespielt. Zeitplan um eine Woche verschoben.

Die für die Frankfurter Innenstadt geplanten Kultursommergärten mit Clubs und Künstlern wird es nicht geben. Statt öffentlicher Plätze werden nur die Außengelände dreier Clubs bespielt, sagte Robert Mangold von der Dehoga am Dienstagabend. Der Grund dafür seien vor allem Beschwerden von Anwohnern. „Wir sind nicht angetreten, um Streit mit Nachbarn zu haben“, so Mangold.

Ursprünglich wollte die Stadt Clubbetreibern und Künstlern öffentliche Räume zur Verfügung stellen, als Ausgleich für die seit Monaten wegen der Pandemie geschlossenen Clubs. Geplant waren nach einer Beratung der Dezernate Umwelt und Sicherheit etwa der Roßmarkt in der Innenstadt oder der alte Uni-Campus in Bockenheim.

Der Roßmarkt fiel nach einer ernsthaften Prüfung allerdings raus, da er vorab schon für zu viele andere Veranstaltungen wie Demonstrationen reserviert war. Dann war die Weseler Werft im Gespräch, auf der die Sommerwerft als Fest erprobt ist. Doch dagegen wendeten sich zahlreiche Anwohner, die um ihre Nachtruhe fürchteten. Auch bei der Frankfurter Rundschau gingen Anfragen besorgter Bürger ein. Ähnlich sah es Mangold zufolge beim alten Uni-Campus aus.

Nun sollen die Kultursommergärten auf den Außengeländen der Batschkapp in Seckbach, des Tanzhaus West im Gutleut und des „Bett“ im Gallus über die Bühne gehen. Die drei Standorte sollen von vielen verschiedenen Clubs und Künstler bespielt werden. Letztlich können die Macher damit leben. „Wir wollen ja kein Sommerfest, sondern zeigen, dass wir in der Lage sind, ab September wieder in den Clubs Angebote machen zu können“, so Mangold.

Wegen der Querelen in der Standortfrage ist nun aber der Zeitplan durcheinandergekommen. Der eigentlich geplante Start am 14. August ist vom Tisch, stattdessen soll es nun eine Woche später, am 21. August losgehen. Bis zum 20. September sollen die Außengelände dann je nach Club von Donnerstag bis Sonntag bis 23 Uhr genutzt werden dürfen. Für die Gäste gibt es Sitzplätze an Tischen, die Sitzplätze sollen jeweils fünf Euro kosten.

Wegen des Hygienekonzepts hat es Mangold zufolge Vorgespräche mit dem Gesundheitsamt gegeben. Mangold ist zuversichtlich, die offizielle Genehmigung für die Kultursommergärten rechtzeitig zu erhalten,

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