1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Kulturfestival in der Paulskirche

Erstellt:

Von: Kathrin Rosendorff

Kommentare

Nächste Woche startet das zweitägige Kulturfestival „Der Konflikt der Demokratien“. Neben Panels, gibt es Lesungen und Filme. Im Fokus stehen dabei Brasilien, Indien und die Ukraine. Es geht um die Fragen: „Gibt es eine Demokratie für alle? Oder nur eine Demokratie für manche?“

Die Plakate, die bereits in der Stadt für das Kulturfestival „Der Konflikt der Demokratien“ werben, sind rot mit schwarzer Schrift: „Das Rot zeigt die Dringlichkeit dieses Themas“, sagt Paula Macedo Weiß. Die Deutsch-Brasilianerin ist Kulturproduzentin, Autorin sowie Teil des Netzwerkes Paulskirche. Das Festival findet am 10. und 11. November mit internationalen Gästen aus Wissenschaft und Kultur in der Paulskirche statt. Im Fokus stehen Brasilien, Indien und die Ukraine. Um so viele Menschen wie möglich anzusprechen, gibt es neben Panels auch Filme und Lesungen. „Gibt es eine Demokratie für alle? Oder nur eine Demokratie für manche?“, fragt Macedo Weiß.

Sie liest am Freitag, 11. November, um 11.30 Uhr aus ihrem Buch „Es war einmal in Brasilien“, in dem sie von ihrer Kindheit während der Jahre der Militärdiktatur (1964–1985) erzählt. Ihr Vater war in der Opposition. Es gehe aber auch um die aktuelle Situation in Brasilien, jetzt, nach der Wahlniederlage des rechtsradikalen Ex-Präsidenten Bolsonaro.

Der Schweizer Vinzenz Hediger, Professor am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Uni, betont: „Es soll über die europäische Bauchnabel-Perspektive zu Demokratien hinausgehen.“ Am 11. November ab 10 Uhr geht es in einer Diskussion um Indien, die größte Demokratie der Welt. Die Partei von Ministerpräsident Narendra Modi erkenne nur Hindus als vollwertige Inder:innen an und verdränge so die Vision einer die Kastenunterschiede überschreitenden Gesellschaft.

Zum Auftakt am 10. November zeigt um 20 Uhr das ukrainische Dokumentarfilmkollektiv Babylon’13 Aufnahmen beginnend mit den Maidan-Protesten 2013 bis zur aktuellen Kriegssituation.

Das Festival ist eine Kooperation des Netzwerks Paulskirche mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“, der Forschungsinitiative ConTrust, dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und dem Filmmuseum. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Anmeldung und Programm: www.netzwerk-paulskirche.de

Auch interessant

Kommentare