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Aufgestockte Wohnhäuser in der Sudermannstraße.
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Aufgestockte Wohnhäuser in der Sudermannstraße.

Wohnen

Frankfurt: Kritik an Wohnqualität in der Platensiedlung

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Platensiedlung in Ginnheim wird von 348 Wohnungen auf mehr als 1000 Wohnungen nachverdichtet. Ein Mieterschutzverein beklagt die lange Bauzeit und den Wegfall von Grün.

Der Mieterschutzverein „Mieter helfen Mietern“ hat das städtische Wohnungsunternehmen ABG-Holding Frankfurt kritisiert, nachdem es seinen aktuellen Geschäftsbericht vorgestellt hatte. Conny Petzold aus dem Vorstand von „Mieter helfen Mietern“ führte aus, die Arbeiten in der Platensiedlung in Ginnheim hätten sich massiv verzögert. Die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner sei seit Jahren wegen Baulärms und Drecks vermindert. Einen „berechtigten Mietminderungsanspruch“ habe die ABG-Holding zurückgewiesen.

Die ABG hat die dreigeschossigen Häuserzeilen der Siedlung aus den 1950er Jahren um zwei Geschosse aufgestockt. Aus 348 Wohnungen werden mehr als 1000 Wohnungen. Die Arbeiten begannen 2017 und sollten ursprünglich drei Jahre dauern.

Grünflächen auf Jahre nicht verfügbar

„Auch mehr als vier Jahre nach dem Baustart ist ein Abschluss nicht in Sicht“, beklagte Petzold. In früher begrünten Innenhöfen klafften Baugruben für die neuen Tiefgaragen; eine Begrünung fehle dort. Mit dem Bau einiger der verbindenden Brückenhäuser und Torbauten sei noch nicht begonnen worden.

Im neuen Geschäftsbericht hob ABG-Geschäftsführer Frank Junker die Aufstockung der Platensiedlung hervor. Die Nachverdichtung laufe „völlig nach Plan, ohne nennenswerte Schwierigkeiten“, sagte er. Alle Aufstockungen seien abgeschlossen. Die ersten Neubauten seien fertiggestellt, unter anderem studentische Wohnungen, die schon bezogen seien. „Wenn die ersten Höfe geschlossen werden und die Verbindungsbauten sowie die Grün- und Außenanlagen hergerichtet sind, sieht man wunderbar, dass ein neues Quartier geschaffen worden ist – ohne, dass man die angestammten Mieterinnen und Mieter vertrieben hat.“

Petzold entgegnete, „der Erfolg einer derartigen Nachverdichtung misst sich nicht allein am Zuwachs an Wohnungen, sondern nicht zuletzt am Wohnalltag jener Siedlungsbewohner:innen, die den Umbau seit Jahren ertragen müssen“.

Für die Arbeiten am Dach werde monatelang ein Fassadengerüst aufgestellt. Die Balkone der Erdgeschosswohnungen seien abgebrochen und die Ausgänge mittels Spanplatten gegen Absturz gesichert worden. Etwa die Hälfte der Wohnungen habe bis heute keinen neuen Balkon erhalten. Begrünte Erholungsflächen seien über Jahre nicht verfügbar. Ein Mieter wolle eine Mietminderung wegen des Wegfalls eines Fensters nun gerichtlich erstreiten.

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