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Wohnungen

Frankfurt: Kritik an teuren Apartments der Nassauischen Heimstätte

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Linke im Landtag will Antworten zu einem Projekt der Nassauischen Heimstätte im Frankfurter Stadtteil Niederrad. Denn dort entstehe alles andere als bezahlbarer Wohnraum.

Die Linke im Landtag wirft der Nassauischen Heimstätte eine unsoziale Geschäftspolitik vor. Ihr wohnungspolitischer Sprecher, Jan Schalauske, kritisiert zum einen, dass die landeseigene Wohnungsgesellschaft Anfang des Jahres, also in der Corona-Krise, hessenweit rund 6500 Mieterhöhungen ausgesprochen hat. Wie aus der Antwort von Wohnungsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf eine Frage des Landtagsabgeordneten hervorgeht, hob sie die Mieten in der Hälfte der Fälle um bis zu drei Prozent an, in fast jedem vierten Fall kündigte sie Erhöhungen von zehn bis 15 Prozent an. Der Mietendeckel bei der Nassauischen Heimstätte schützt nur Haushalte bis zu einem bestimmen Einkommen vor Erhöhungen von mehr als einem Prozent jährlich.

Schalauske nennt es „geradezu dreist“, dass Al-Wazir die vorgelegten Zahlen als Beleg für eine sozialverträgliche Geschäftspolitik sehe. Absurd sei auch die Aussage des Ministers, die Wohnungsgesellschaft brauche die Einnahmen aus Mieterhöhungen, um neuen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Denn davon könne etwa bei den möblierten Apartments, die die Heimstätte jetzt im Frankfurter Stadtteil Niederrad vermietet, keine Rede sein. Wie die FR berichtete, beginnen die Mieten für das Projekt „Cubus 130“ bei 673,40 Euro im Monat. Soviel kostet ein 19 Quadratmeter großes Apartment mit Balkon samt Nebenkosten, Strom und Internet.

Kritik an Hostelprojekt im Frankfurter Stadtteil Bockenheim

Schalauske kritisiert auch ein weiteres Projekt der Wohnungsgesellschaft in Frankfurt. Diese will im neuen Schönhofviertel in Bockenheim ein Studentenhostel mit gut 190 möblierten Apartments und 20 Schlafkabinen in einem Großraum schaffen.

Der Landtagsabgeordnete will nun in einer kleinen Anfrage an die Landesregierung unter anderem wissen, ob die Nassauische Heimstätte bereits weitere Projekte mit möblierten Mikrowohnungen plant und ob die Landesregierung die Vermietung solcher Apartments für eine geeignete Strategie hält, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu bekämpfen.

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