Wirtschaft

Kritik an neuem Gewerbegebiet bei Ikea

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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SPD, Grüne und Freie Wähler im Ortsbeirat Nieder-Eschbach kündigen Widerstand gegen die Pläne für ein neues Gewerbegebiet an. Sie fordern stattdessen eine Ausweitung des Grüngürtels.

In Nieder-Eschbach wächst der Widerstand gegen die Pläne, nördlich des Ikea-Einrichtungshauses an der Züricher Straße ein neues Gewerbegebiet zu entwickeln. Nach der CDU-Fraktion wenden sich nun auch SPD, Grüne und Freie Wähler im Ortsbeirat gegen das Vorhaben. Sie kündigen eine Demonstration im Ort und gemeinsame Anträge an.

Für die Fraktionen sprechen klimatische Gründe gegen die Bebauung des landwirtschaftlich genutzten Areals am Bad Homburger Kreuz. Schon seit 30 Jahren gebe es zudem Pläne, die Freiflächen westlich und südlich von Nieder-Eschbach dem Grüngürtel entlang der Nidda zuzuschlagen oder als eigenständigen Grüngürtelpark vor Versiegelung zu schützen. SPD, Grüne und Freie Wähler verweisen darauf, im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und Grünen im Römer stehe, dieser Park solle sukzessive dem Grüngürtel zugeschlagen werden. Diese Abmachung müsse noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden, fordern die Ortsbeiratsfraktionen.

Überlegungen für ein mögliches Gewerbegebiet auf Nieder-Eschbacher Gemarkung gibt es seit Jahren. Das Gebiet sollte bereits in die Strategiekarte des 2019 beschlossenen integrierten Stadtentwicklungskonzepts aufgenommen werden. Das scheiterte aber etwa an ökologischen Bedenken der Grünen.

Nach langen Gesprächen haben sich Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) nun auf einen Kompromiss verständigt, nach dem die Flächen für Gewerbe entwickelt werden sollen, im Ausgleich aber der Grüngürtel wachsen soll und eine „Grünfuge“ zwischen Gewerbegebiet und dem Westrand Nieder-Eschbachs unbebaut bleibt.

Die vor allem von der CDU im Stadtteil geäußerte Kritik an diesem Verfahren kann Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), nicht recht nachvollziehen. Es sei ein ganz normaler Vorgang, dass der Magistrat einen Vorschlag mache. Sobald dieser die Vorlage beschließe, hätten wie in allen Fällen die Stadtverordneten und die betroffenen Ortsbeiräte und Ausschüsse die Gelegenheit, sich damit zu befassen.

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