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Frankfurt: Kritik an Mainova-Tarifen für Gas und Strom

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Von: Christoph Manus

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Die Preispolitik der Mainova, hier ihr Heizkraftwerk im Frankfurter Gutleutviertel, stößt auf Kritik.
Die Preispolitik der Mainova, hier ihr Heizkraftwerk im Frankfurter Gutleutviertel, stößt auf Kritik. © peter-juelich.com

Die Linke im Römer fordert eine neue Preispolitik beim städtischen Frankfurter Energieversorger Mainova. Sie woll eine soziale Komponente und mehr Anreiz zum Energiesparen.

Die Linke im Römer wirft dem Frankfurter Energieversorger Mainova vor, derzeit eine unsoziale Preispolitik zu betreiben. Fraktionschefin Dominike Pauli kritisiert insbesondere, dass das Unternehmen, das zu gut 75 Prozent den Stadtwerken gehört, einen neuen Tarif für Neukund:innen in der Grundversorgung eingeführt hat.

Diese müssen seit 3. Januar deutlich mehr für Strom und Gas zahlen als Bestandskund:innen. Mainova hatte diesen Schritt mit den ungeplanten zusätzlichen Energiemengen begründet, die das Unternehmen zu hohen Preisen beschaffen müsse, um ehemalige Kund:innen der Anbieter Stromio und gas.de zu versorgen. Zum Jahresbeginn hatte der Energieversorger auch die Gaspreise für Bestandskund:innen deutlich erhöht.

Linke in Frankfurt mahnt Mainova, die soziale Situation der Menschen im Blick zu haben

Trotz der stark gestiegenen Großhandelspreise müsse ein städtischer Grundversorger die soziale Situation der Menschen im Blick behalten, mahnt Pauli. Schon jetzt könnten sich immer mehr Haushalte in Frankfurt die Energiekosten kaum leisten. Ablesbar sei das etwa an der konstant hohen Zahl der Energieversorgungssperren.

Die Linke fordert ein Umdenken. Mit einem Antrag an das Stadtparlament will sie erreichen, dass der Magistrat über den Aufsichtsrat so auf Mainova hinwirkt, dass das Unternehmen die Tarife sozialer gestaltet und einen stärkeren Anreiz zum Energiesparen setzt. Konkret wirbt die Fraktion dafür, dass Privathaushalte, die höchstens zwei Drittel des Durchschnittsverbrauchs der jeweiligen Haushaltsgröße an Energie beziehen, diese zu einem deutlich ermäßigten Preis erhalten. Oberhalb dieses vergünstigten Grundverbrauchs sollen die Preise linear ansteigen. „Kleine, meist einkommens- und energieärmere Haushalte werden entlastet“, sagt Pauli. Dagegen würden Haushalte mit sehr hohem Energieverbrauch, bei denen es sich in den meisten Fällen um solche mit hohen Einkommen handele, für den zusätzlichen „Luxuskonsum“ stärker belastet. cm

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