Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Gütertram im Test.
+
Die Gütertram im Test.

Mobilität

Frankfurt: Kritik an Gütertram

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Der Frankfurter Behindertenverband sieht Mängel bei der Gütertram und mahnt mehr Barrierefreiheit an. Beim barrierefreien Ausbau liege Frankfurt noch zurück.

In Frankfurt sollen dereinst Gütertrams den Lieferverkehr auf der letzten Meile umweltfreundlicher machen. Einen Test mit Lastenrädern, die Container vom Rad in die Tram befördern, hat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) zuletzt erfolgreich absolviert. Die Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG) sieht Gütertrams allerdings kritisch.

„Mit großer Sorge betrachten wir, wie zukunftsorientierte Projekte wie autonome Busse und Rufbus ohne Rücksicht auf Barrierefreiheit angegangen werden“, sagt Sprecher Hannes Heiler. Das sei auch bei den Gütertrams nicht anders. Heiler befürchtet, dass dafür Straßenbahnen genutzt würden, die dann im öffentlichen Nahverkehr fehlten. „Pakete statt Menschen“, das könne nicht sein, sagt Heiler.

So sei das nicht zu verstehen gewesen, widerspricht VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer. Falls Güterboxen per Tram transportiert werden, würden zusätzliche Fahrzeuge bereitgestellt, was nicht zulasten des öffentlichen Nahverkehrs gehe.

Unklar sei, wo die Container nach dem Ausladen an der Haltestelle an die Lastenräder übergeben werden sollen, entgegnet Heiler. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, seien die Haltestellen viel zu eng, um Container umzuladen. Hinzu komme, dass Frankfurt beim barrierefreien Ausbau weit hinter den Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes zurückliege.

„Viele Dutzend Straßenbahnhaltestellen sind immer noch nicht barrierefrei“, verweist Heiler zum Beispiel auf die Stationen entlang der Mainzer Landstraße. Bis zur kompletten Barrierefreiheit im Frankfurter Nahverkehr wird nach seiner Schätzung „noch mindestens bis zum Jahr 2035 dauern“. Heiler bedauert, dass das On-demand-Angebot „Knut“ im Frankfurter Norden nur teilweise barrierefrei sei. Nur in einem von drei Kleinbussen gebe es die Möglichkeit, einen Rollstuhl zu transportieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare