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Religionskritische Demo vor dem Römer gab es schon am Donnerstag. Photo © Peter Jülich
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Religionskritische Demo der parteiunabhängigen Giordano-Bruno-Stiftung am Donnerstag vor dem Römer: Hier die Figur „Moses und das 11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“. Photo © Peter Jülich

Religion

Frankfurt: Kritik am Kirchentag

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
    schließen

Frankfurter Piraten fordern Offenlegung der tatsächlichen Kostenbeteiligung der Stadt Frankfurt. Friedensaktivisten sehen Online-Veranstaltung mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière beim Kirchentag mit großem Befremden.

Tipps und Termine

Die meisten Angebote sind online zu empfangen, es gibt aber auch Liveveranstaltungen, vor allem ökumenische Gottesdienste. Unter www.oekt.de/programmuebersicht steht Näheres.


Samstag, 15. Mai:
Von 8 Uhr an in der Mediathek auf oekt.de zu sehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel diskutiert über Klimaschutz, unter anderem mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer ; Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht mit Friedensforscherinnen und Politikwissenschaftlerinnen über „Friedenssicherung in einer unsicheren Welt“; über Corona und internationale Gesundheitspolitik tauscht sich Bundesaußenminister Heiko Maas mit Fachleuten der sozialen und medizinische Versorgung Südamerikas, Afrikas und in Nahost aus.
9 Uhr Podium zum Schwerpunkt Glaube und Spiritualität: „Die Corona-Pandemie als spirituelle Herausforderung“
11 Uhr Schwerpunkt Zivilcourage: Rechtsterrorismus in Deutschland, Podium etwa mit Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, Caro Keller (NSU-Watch)
15 Uhr Schwerpunkt Religiöse Vielfalt:
„In welcher Welt wollen wir leben?“
16 Uhr „Wer zahlt die Rechnung der Corona-Pandemie?“ Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz spricht darüber mit Eva Maria Welskop-Deffaa vom Caritas-Verband im Livestream auf oekt.de. Wege aus der Klimakrise sind das Thema der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Gespräch mit dem Sozialethiker Johannes Wallacher und der Konzernchefin Marie-Luise Wolff; sie wird anschließend ebenso als Aufzeichnung auf www.oekt.de zu sehen sein wie CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet , der sich im ÖKT-Studio Fragen zu Wirtschaft und Finanzen stellt.
17 Uhr Hauptpodium: „Wir glaubwürdig sind die Kirchen?“ mit Katrin Göring-Eckardt , Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Wolfgang Rösch. Generalvikar des Bistums Limburg, Ulrike Scherf, stellv. Kirchenpräsidentin der Ev. Kirche in Hessen und Nassau und anderen

Sonntag, 16. Mai;
9.30 Uhr Schlussgottesdienst auf der Weseler Werft „Schaut hin – blickt durch – geht los“

Einen Stadtspaziergang in Frankfurt mit neun Etappen und neun brennenden Themen bietet die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau an. Näheres unter www.oekt.de/spaziergang ill

Am Sonntag ist der Schlussgottesdienst des Ökumenischen Kirchentags an der Weseler Werft. Die Frankfurter Piraten kritisierten vorab die hohen Zuschüsse der öffentlichen Hand. „Allein, dass die Stadt sich wohl mit 3,9 Millionen Euro beteiligt, ist in meinen Augen eine absolute falsche Prioritätensetzung von öffentlichen Geldern zu einer Zeit, wo wir auf klamme Kassen durch die Corona-Krise blicken“, sagt Aljoscha Kreß (Piraten). Zudem fordert die Partei eine Offenlegung der tatsächlichen Kostenbeteiligung der Stadt. Ursprünglich war der Kirchentag mit einem Gesamthaushalt von fast 25 Millionen Euro geplant worden, die Stadt hatte eine Finanzierungszusage über 3,9 Millionen Euro plus eine Million Euro Sachkosten gegeben. Da das viertägige Konzept pandemiebedingt umgestellt wurde, sei der Haushalt auf unter 20 Millionen Euro reduziert worden, so der Sprecher des Kirchentags Mario Zeißig. Er hatte dem Haus am Dom im April gesagt, dass sie das zugesagte Geld nicht voll ausschöpfen würden. Wie viel Frankfurt zahlt, blieb offen.

Zudem kritisierten Aktive der Friedensbewegung, unter ihnen Willi van Ooyen, die Onlineveranstaltung „Wie gelingt Friedenssicherung in einer unsicheren Welt?“ mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière. „Wir sehen mit großem Befremden, dass der oberste Nato-Repräsentant sein Propagandagift auf einem Kirchentag verstreuen darf und vom ehemaligen ‚Verteidigungsminister‘, der für Kriegseinsätze Verantwortung trägt, unterstützt wird.“ Die Kirchen sollten ein Zeichen gegen Kriege, für Frieden und Abrüstung setzen, nicht Aufrüstungsbefürwortern und Militaristen ein Podium bieten.

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